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Behörde beanstandet 2015 sämtliche Dönerfleisch-Proben

Die Lebensmittelexperten untersuchten 32 der 34 Proben auf den Geschmacksverstärker Glutaminsäure. Alle enthielten diese Substanz.
Die Lebensmittelexperten untersuchten 32 der 34 Proben auf den Geschmacksverstärker Glutaminsäure. Alle enthielten diese Substanz.
Peter Steffen

34 Dönerfleisch-Proben haben die Lebensmittelkontrolleure untersucht - und an allen hatten sie etwas zu bemängeln. Das betraf nicht nur die Kennzeichnung, sondern auch Zusammensetzung des Fleisches.

Die Lebensmittelüberwacher in Mecklenburg-Vorpommern haben im vergangenen Jahr 34 Dönerfleisch-Proben untersucht - und alle beanstandet. Grund war laut Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) meist die Zusammensetzung der Fleischmasse und ihre Kennzeichnung. In vier Proben war zu viel Glutaminsäure enthalten - ein Geschmacksverstärker.

"24 der 34 Proben enthielten laut dem Etikett der vorverpackten Ware, wie er an den Imbiss geliefert wurde, ein Bindemittel, wie zum Beispiel Paniermehl", erklärte Cornelia Trapp, Abteilungsleiterin in der Lebensmitteluntersuchung, am Montag. In weiteren drei Proben sei Stärke nachgewiesen worden. Somit enthielten 27 Proben ein Bindemittel - was nach den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuches für Döner Kebab aber nicht üblich sei. Damit dürfe das Produkt diese Bezeichnung nicht ohne zusätzliche Kennzeichnung für den Kunden tragen.

Die Experten des Landesamtes untersuchten 32 der 34 Proben auf den Geschmacksverstärker Glutaminsäure. Alle enthielten diese Substanz, wie es hieß. Bei der losen Abgabe im Imbiss müsse der Verbraucher zumindest durch den Hinweis "mit Geschmacksverstärker" darüber informiert werden. Nur in 18 Fällen sei dies so erfolgt. In vier untersuchten Dönerspießproben sei zudem der erlaubte Höchstgehalt an Glutaminsäure von 10 Gramm je Kilogramm überschritten worden. Die Behörde kündigte weitere Kontrollen an.