Corona-Krise

Bei der Kurzarbeit gibt es jetzt weniger Geld

Bislang wurde das übliche Kurzarbeitergeld deutlich aufgestockt. Dieser Zuschuss für betroffene Arbeitnehmer fällt jetzt weg.
Die strengeren Corona-Regeln zwingen derzeit wieder mehr Arbeitnehmer in die Kurzarbeit. Doch es droht eine böse Übe
Die strengeren Corona-Regeln zwingen derzeit wieder mehr Arbeitnehmer in die Kurzarbeit. Doch es droht eine böse Überraschung. Danny Schöning
Neubrandenburg

In der Wirtschaft rumort es, weil die Verlängerung des erleichterten Zugangs zur Kurzarbeit mit einer deutlichen Verschlechterung der Konditionen verbunden ist. So sollen betroffene Arbeitnehmer mit Beginn des neuen Jahres keinen Zuschlag mehr für das Ausfallgeld erhalten. Bisher galt die Corona-Sonderregelung, dass das Kurzarbeitergeld auf bis zu 80 Prozent für Arbeitnehmer ohne Kinder und für Familien mit Kindern auf 87 Prozent aufgestockt werden konnte. Künftig soll wieder die alte Regelung mit 60/67 Prozent gelten.

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Ärger vor allem in der Gastro-Branche

Wie Thomas Besse, Chef der Arbeitsagentur Neubrandenburg bestätigte, gibt es auch für Arbeitgeber Einschränkungen. So sollen nicht mehr die kompletten Sozialbeiträge für Kurzarbeiter erstattet werden, sondern nur noch die Hälfte. Die andere Hälfte ist daran geknüpft, dass Arbeitnehmer in dieser Zeit qualifiziert werden müssen. „Das ist zumindest der aktuelle Stand“, so Besse. Die amtierende Bundesregierung hatte die bis Ende März geltende Verlängerung vor einer Woche beschlossen.

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Vor allem in der Gastronomie wird Unmut über die gestrichene Aufstockung des Kurzarbeitergeldes laut. Die Branchengewerkschaft NGG machte auf die niedrigen Löhne in der Branche aufmerksam. Kurzarbeit bedeute dann wieder, dass die Betroffenen unter die Hartz-IV-Sätze fallen und Aufstockung bei den Jobcentern beantragten müssten. Der Arbeitgeberverband Dehoga MV bezeichnete die Lage für die Mitarbeiter als „desaströs“. Mehr auf Seite 4

 

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