SEXUELLE NÖTIGUNG

Bewährungsstrafe in Schweriner Missbrauchsprozess

Ein Schweriner hat in 16 Fällen jugendliche Mädchen sexuell genötigt und missbraucht. Dafür bekommt er eine Bewährungsstrafe.
dpa
Das Landgericht Schwerin
Das Landgericht Schwerin Jens Büttner
Schwerin.

Ein 42 Jahre alter Mann aus Schwerin ist wegen sexueller Nötigung und Missbrauchs von Jugendlichen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und einem Monat verurteilt worden. 16 Fälle sah das Landgericht Schwerin am Mittwoch als erwiesen an, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Zu Prozessbeginn am Dienstag hatten sich die Beteiligten auf einen Strafrahmen zwischen einem Jahr sowie einem Jahr und zwei Monaten geeinigt. Daraufhin hatte der nun Verurteilte die Taten teilweise eingeräumt.

Die Anklage hatte dem Mann 50 Fälle vorgeworfen. Er soll eine zur Tatzeit 14-Jährige zum Geschlechtsverkehr genötigt und sie dafür mit Geld und Handys bezahlt haben. Insgesamt soll er bis zu 2500 Euro gezahlt haben, so der Vorwurf. Die Betroffene habe er schon lange gekannt, da er früher mit ihr und ihrem Vater zusammengewohnt habe.

Nebenklage hatte sich angeschlossen

Nach dem ersten Verhandlungstag hatte der Sprecher erklärt, es sei aus Sicht des Gerichts fraglich, wie oft es zum Geschlechtsverkehr gekommen sei und ob es sich bei den Geldzahlungen um Bezahlung oder um nicht strafbare Geschenke gehandelt habe. Pornografische Bilder des Mädchens, deren Besitz ihm ebenfalls vorgeworfen wurden, soll sie selbst an ihn geschickt haben.

Die Nebenklage hatte sich dem Sprecher zufolge der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung angeschlossen. In einem anderen Fall war dem Mann vorgeworfen worden, ein anderes, damals ebenfalls 14-jähriges Mädchen im Jahr 2016 genötigt haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen.

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Kommentare (2)

Und der kriegt nur Bewährung, weil er erst 16 ist. Das ist deutsches Jugendrecht!

mit Bewährung also ohne Gefängnis (=Knast), dieser männliche sexist hat Riesen-Glück gehabt nach aktuellem bundesdeutschen Strafrecht. Da wurde doch geschoben hinter den Kulissen, beim nächsten, dens erwischt, sind dann wieder minimum 5 Jahre angesagt, oder?? Und darf der sexist nun 13 Monate lang kein unter 18 jährige mehr ansprechen, oder wie ist das Urteil zu verstehen? *nur noch kopfschüttel ob der Zustände im deutschsprachigen Raum*, fahre morgen womöglich nach Tessin oder an den Gardasee.