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Bibern soll es nun an den Pelz gehen

CDU-Landtagsabgeordnete Schlupp hat jetzt beim Bundestag eine Online-Petition eingereicht, mit der die Jagd ermöglicht werden soll. Der BUND rät davon ab, die Petition zu unterzeichnen.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
dpa
Biber sollen bundesweit den speziellen Schutz verlieren, unter dem sie stehen. Die CDU-MV hat eine entsprechende Online-Petition gestartet.
Biber sollen bundesweit den speziellen Schutz verlieren, unter dem sie stehen. Die CDU-MV hat eine entsprechende Online-Petition gestartet. Felix Heyder
Schwerin.

Wegen ihrer Bautätigkeit auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen sollen Bibern künftig ihren speziellen Schutz einbüßen. Die CDU-Landtagsabgeordnete Beate Schlupp hat eine entsprechende Online-Petition im Deutschen Bundestag eingereicht, wie sie am Freitag in Schwerin mitteilte. Darin fordert sie, die strengen Schutz des Europäischen Bibers (Castor fiber) durch die FFH-Richtlinie zu lockern.

Sie begründete dies mit der sehr positiven Bestandsentwicklung des Europäischen Bibers und einem fehlenden finanziellen Ausgleich der durch Biber verursachten Schäden. Schlupp sagte, um schnell und unbürokratisch eingreifen zu können, wenn land- und forstwirtschaftliche Flächen, aber auch Straßen, Bahnlinien oder Wege durch die „Bautätigkeit“ des Bibers in Mitleidenschaft gezogen werden, sei eine Umstufung der Schutzkategorie auf europäischer Ebene zwingend erforderlich.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) fand kürzlich gegenüber dem NDR deutliche Worte zum Biber:

BUND: Jagd auf Biber ist sinnlos

Das Bundesumweltministerium habe dies bisher abgelehnt, was dazu führte, dass die Existenz von Unternehmen der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, aber auch der Hochwasserschutz und die Verkehrssicherheit gefährdet wurden und werden. In Mecklenburg-Vorpommern seien Kommunen, Landwirte, Gewässer- und Bodenverbände, aber auch die Deutsche Bahn AG betroffen. Die Umweltschutzorganisation BUND rät hingegen, die Online-Petition nicht zu unterzeichnen.

„Stattdessen muss ein sinnvolles Bibermanagement entwickelt werden“, sagte Landes-Geschäftsführerin Corinna Cwielag. Die Jagd und der Fang von Bibern habe wenig Sinn, denn Biber regulierten ihren Bestand selbst und unbesetzte Reviere würden in kürzester Zeit wieder besiedelt. „Um Konflikte dauerhaft zu vermeiden, sollten in erster Linie natürliches Gewässerränder und Auen wiederhergestellt und Gewässerschutzstreifen angelegt aber auch Hochwasserschutzdeiche gesichert werden.“ Zum Schutz von Deichen könnten Gitter eingebaut werden.

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