BETRUG IN DER WISSENSCHAFT

Bildungsminister plant Strafbarkeit von Plagiaten

Schummelei in Doktorarbeiten könnte künftig mit einer Haftstrafe geahndet werden: Das fordert Bildungsminister Brodkorb (SPD). Auch andere Abschlüsse könnten betroffen sein.
dpa
Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) will gemeinsam mit den Hochschulen in MV härter gegen Betrug bei wissenschaftlichen Arbeiten vorgehen.
Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) will gemeinsam mit den Hochschulen in MV härter gegen Betrug bei wissenschaftlichen Arbeiten vorgehen. Stephan Jansen
Schwerin.

Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) will gemeinsam mit den Hochschulen im Land härter gegen Betrug bei wissenschaftlichen Arbeiten vorgehen. Landesweit sollen Plagiate in Doktorarbeiten strafbar werden, forderte Brodkorb vor der hochschulpolitischen Konferenz der Landesregierung in Greifswald. „Warum sollte der Diebstahl von Gummibärchen gravierender sein als der Diebstahl geistigen Eigentums?“, fragte er.

Die Hochschulen sollen dazu bei Promotionen eine eidesstattliche Erklärung verlangen, mit der der Verfasser bestätigt, ohne fremde Hilfe gearbeitet zu haben. Plagiate wären damit eine Straftat: Eine falsche Versicherung an Eides statt wird laut Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet. Bundesweit wäre MV Brodkorb zufolge nach Hamburg erst das zweite Land, das eine solche verpflichtende Vorgabe beschließt. Eine Ausweitung auf andere Abschlüsse wie Bachelor oder Master schloss der Minister nicht aus. Strittig ist, ob nur vorsätzliche oder auch fahrlässige Täuschungen bestraft werden sollen.

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