„JAMEL ROCKT”-MITINITIATORIN

Birgit Lohmeyer bei Kommunalwahlen gescheitert

Die Mitinitiatorin des Festivals „Jamel rockt den Förster” hat bei den Kommunalwahlen in MV kein Mandat errungen. Der Rechtsextremist Sven Krüger hingegen schaffte es in eine Gemeindevertretung.
dpa
Birgit Lohmeyer (hier mit ihrem Ehemann Horst) hat bei den Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern nur wenig Unterstützung gefunden. (Archivbild)
Birgit Lohmeyer (hier mit ihrem Ehemann Horst) hat bei den Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern nur wenig Unterstützung gefunden. (Archivbild) Jens Büttner
Gägelow.

Die Krimi-Autorin und Aktivistin gegen Rechtsextremismus, Birgit Lohmeyer, hat bei den Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern nur wenig Unterstützung gefunden. Mit nur 37 Stimmen verfehlte die 60-Jährige, die mit ihrem Mann Horst das linksalternative Rockfestival „Jamel rockt den Förster” organisiert, den Einzug in die Gemeindevertretung von Gägelow klar. Auch die Kandidatur als SPD-Bewerberin für den Kreistag Nordwestmecklenburgs blieb erfolglos. Das geht aus den nun detailliert vorliegenden Ergebnissen der Wahlen vom 26. Mai hervor, über die die „taz” berichtet hatte.

Birgit Lohmeyer war 2004 gemeinsam mit ihrem Mann Horst von Hamburg in das kleine Dorf Jamel gezogen, das zur Gemeinde Gägelow gehört und das als Hochburg der rechtsextremen Szene im Land gilt. Wiederholten Anfeindungen widersetzte sich das Paar und gründete als Reaktion das Festival „Jamel rockt den Förster”. Das Musikfest im August fand auch wegen der Teilnahme populärer Künstler wie Herbert Grönemeyer, die Toten Hosen oder die Ärzte überregionale Beachtung. Für sein Engagement gegen Rechtsextremismus und für Demokratie wurde das Ehepaar Lohmeyer mehrfach geehrt.

Anders als Lohmeyer schaffte der vorbestrafte Rechtsextremist Sven Krüger, auf dessen Initiative hin sich zahlreiche seiner Gesinnungsgenossen mit ihren Familien in Jamel ansiedelten, den Sprung in die Gemeindevertretung. Er erhielt 281 Stimmen, die von ihm gegründete Wählergemeinschaft Heimat insgesamt 401.

Lohmeyer sprach von einem bedenklichen und beklemmenden Ergebnis. „Dass die Durchsetzung mit rechtsextremistischem Gedankengut in der Region so hoch ist, das war mir nicht bewusst, zeigt aber, wie wichtig es ist, an dem Thema dranzubleiben”, betonte sie. Vor allem junge Menschen müssten durch politische Bildung davor geschützt werden, „auf die Parolen der Rechtsextremisten reinzufallen”.

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Kommentare (14)

Ich bewundere den Mut, sich öffentlich gegen jene zu positionieren, die mit ihrer Haltung als nach rechts offene Mitbürger dieses Land zerstören, dabei vergessend, wieviel Leid und Terror Rechtsradikale - vulgo: Nazis- über die Welt und über Deutschland brachten.

die uns belehren und hier den Polizisten spielen wollen sind halt nicht gerne gesehen in Mecklenburg und Restpommern. So wie Deutsche in der Schweiz gar nicht gerne gesehen sind, die laut sind und sich aufspielen wollen.

Liebe Elionore, Ihre Kleingeistigkeit wirkt schon sehr bedrückend. Wahrscheinlich für Sie auch. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, sollte die Ossi-Wessi Schranke im Kopf doch wirklich mal weg sein. Gerade MV hat Zuzog ganz besonders nötig. Dadurch das viele junge Menschen abwandern, besonders Frauen, sollte man sich über Jeden freuen, der nach MV zieht. Besonders, wenn man seine Heimat liebt. Gerade dann. Menschen, die sich gegen eines der größten gesellschaftlichen Übel engagiert, den bestehende Rechtsextremismus, werden weiterhin unterstüzt. Diesen gilt es dorthin zu verbannen, wo er hingehört- auf den Müllhaufen der Geschichte. Und hier nochmal eine kleine Lektion für Sie: Die Braunen die Deutschland in den Abgrund gestürzt haben, waren ganz sicher keine Patrioten oder Heimatliebenden, sondern die eigentlichen "Vaterlandsverräter". Wer, wie ich, schon häufiger über Ihre Kommentare gestolpert ist, weiß auch sehr genau, wo Sie politisch zu orten sind. Ich wünsche Ihnen Erkenntnis und einen schönen Abend.
PS: Auch wenn es omentan einen relativen Höhenflug der Rechten gibt, die Mehrheit seid Ihr noch lange nicht...Werdet Ihr auch nicht...Ätschi-Bätsch

hätten wir nicht gebraucht. Schon jetzt ist die AfD in Ostdeutschland - wenn auch nicht die Mehrheit - so doch die stärkste Kraft!

Ich habe von der Schweiz aus die Grünen gewählt. Sie wollen die deutsche Heimat schützen!

braucht es schon ein wenig mehr als das. Und die Grünen wollen vorrangig nicht die "doitsche Heimat" schützen. Sondern, den Plakaten und Aussagen nach, fortschrittliche Klimapolitik betreiben. Wie sie das in Regierungsverantwortung betreiben bleibt umstritten. Sie Kretschmer in BaWüm bei Stuttgart 21. Dem Klima ist es übrigens egal, ob Schweiz, Deutschland oder Burkina Faso...Da sollte man sich ein Beispiel dran nehmen...

..nun...jeder macht mal Schreibfehler, ich auch... gar keine Frage. Aber was Sie hier orthografisch vom Stapel gelassen haben, ist grauenvoll.

ich tue mich sehr dolle schemen dafur, das ich orthodingsbums nicht besser Beherrschen tue. Biete tuen sie so nettt sein und korrigieren sie mir...
Danke fielmals

:-) :-) ;-)

;-) = .-) :) Schmailie

.....und nicht zu vergessen die Österreicher.....ich höre immer noch "Piefke", wenn ich dort zu Besuch bin. :-):-) Meine persönliche Erfahrung ist, die Westdeutschen ziehen hierher, wenn sie im Westen nichts "erreicht" haben. Sie glauben ernsthaft, sie würden hier gegenüber Einheimischen etwas "Besonderes" darstellen. :-):-)

da kann ich als Ossi Ihre so scheint es einseitigen Erfahrungen nur bedauern- hoffe der Wessi bekommt nicht jedes Ossi-Klischee in eigenen Erfahrungen bestätigt

Jetzt schweifen wir aber ab...

Lesen Sie das mal, Elionore, damit Sie wissen gegen wen sich Frau Lohmeyer engagiert. https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/ein-blick-in-den-braunen-abgrund-2910710910.html