CORONA-KRISE

Bisher 8,6 Millionen Euro Pflegebonus in MV ausgezahlt

Beschäftigte in der Altenpflege erhalten in der Corona-Zeit eine Prämie. Dafür hat Mecklenburg-Vorpommern bereits Millionen an die zuständigen Stellen ausgezahlt.
dpa
Mitarbeiter in der Pflege standen in der Corona-Krise unter besonderem Druck. Nun erhalten sie eine Sonderprämie.
Mitarbeiter in der Pflege standen in der Corona-Krise unter besonderem Druck. Nun erhalten sie eine Sonderprämie. Jens Büttner
Schwerin.

Für den einmaligen Bonus für Beschäftigte in der Altenpflege hat Mecklenburg-Vorpommern bislang etwa 8,6 Millionen Euro ausgezahlt. Die sogenannte Corona-Prämie wird über die Pflegekassen an den Arbeitgeber weitergeleitet, der ihn dann wiederum an die Beschäftigten auszahlt, wie das Sozialministerium auf Anfrage mitteilte. Im Nordosten läuft dies den Angaben zufolge über die AOK Nordost und die Techniker Krankenkasse. Bislang gingen die Mittel demnach landesweit an 893 Pflegeeinrichtungen.

Volle Prämie beträgt 1500 Euro

Der Bundestag hatte Mitte Mai die gestaffelte Prämie von bis zu 1000 Euro für Angestellte der Altenpflege beschlossen. Daraufhin kündigte die Landesregierung an, diesen Bonus auf bis zu 1500 Euro aufzustocken.

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hatte damals gesagt, dass rund 27 000 Beschäftigte im Land von dieser Zahlung profitieren. Vollzeitbeschäftigte in der direkten Pflege und Versorgung der Menschen erhält demnach die volle Prämie von 1500 Euro. Weitere Beschäftigte etwa in der Verwaltung, Küche, am Empfang oder der Haustechnik bekommen den Angaben zufolge 1000 Euro, wovon 667 Euro vom Bund kommen und die übrigen 333 Euro vom Land. Für Teilzeitbeschäftigte wird der Bonus anteilig zur Arbeitszeit berechnet.

Insgesamt zwölf Millionen Euro aus MV-Schutzfonds

Auszubildende sollen 900 Euro erhalten, dort erhöhe das Land den Bundesanteil um 300 Euro. Wer ein freiwilliges soziales Jahr in der Altenpflege absolviert, soll 150 Euro bekommen, hiervon kommt ein Drittel der Summe aus MV.

Das Sozialministerium geht von Kosten in Höhe von insgesamt zwölf Millionen Euro aus, die aus dem sogenannten MV-Schutzfonds finanziert werden sollen. Diesen hatte die Landesregierung vor einigen Monaten im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise beschlossen.

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