SIRENEN-TEST

▶ Blamage am Warntag – bundesweite App Nina warnt verspätet

Gewarnt wurde seit Tagen: Am Donnerstag sollten sämtliche Alarm-Systeme der Bundesrepublik schrillen. Doch ausgerechnet ein technisches Herzstück, die Nina-App, blieb um 11 Uhr stumm.
Die App Nina soll bundesweit vor Gefahrenlagen warnen. Der bundesweite Test ging allerdings schief.
Die App Nina soll bundesweit vor Gefahrenlagen warnen. Der bundesweite Test ging allerdings schief. NK-Archiv/Montage/dpa
Neubrandenburg.

Das vielfach angekündigte Sirenengeheul zum Warntag blieb in vielen Orten aus. In Städten wie Neubrandenburg, Anklam oder Loitz gibt es schon lange keine Sirene mehr. Die bundesweite Aktion sollte aber auch gerade die technischen Hilfsmittel testen, die heutzutage Sirenen überflüssig machen könnten. Wenn sie denn funktionieren.

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Reibungslos ging das aber nicht. Die bundesweite Warn-App „Nina”, die in ganz Deutschland Bürger per Handy-Nachricht warnen soll, blieb um 11 Uhr stumm. Dabei hatte der Warntag und die Berichterstattung im Vorfeld gerade erst dazu geführt, dass sie tausendfach auf privaten Geräten installiert wurde. Ob der Probealarm auf den Handys bundesweit ausblieb, war zunächst unklar. In Vorpommern, an der Seenplatte und in der brandenburgischen Uckermark aber gingen um 11 Uhr keine Nachrichten heraus.

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Verspätete Meldung

Auch bei den Landkreisen, die über Feuerwehr und Katastrophenschutz eng in die Aktion eingebunden waren, sorgte das für Verwunderung. Zuständig für die Alarmierung in der App sei allerdings das Innenministerium, hieß es im Greifswalder Landratsamt auf Nachfrage. Der Landkreis hatte gegen 11.20 Uhr selbst noch keine Auskunft aus Schwerin, was in Sachen App schief gelaufen war. Die Pressestelle des Innenministeriums war zu dem Zeitpunkt nicht erreichbar. Erst mit deutlicher Verspätung gegen 11.30 Uhr sendete Nina dann eine Übungsmeldung und kurz darauf eine Entwarnung.

Video: So lief der Warntag in Neubrandenburg

[Video]

 

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Kommentare (7)

Was habe ich denn heute gehört?
Eine Sirene in Demmin!
Der Redakteur sollte sich vielleicht vorher bei den zuständigen Stellen, z.B. Ordnungsamt, über die örtlichen Gegebenheiten informieren.
[Anm. d. Red.: In einem ersten Beitrag wurde Demmin aufgeführt, obwohl Demmin über Sirenen verfügt. Der Fehler wurde korrigiert und wir bitten darum, den Fehler zu entschuldigen. Siehe: https://www.nordkurier.de/demmin/demminer-sirenen-warnen-am-alarmtag-1040659409.html]

Ohhhhhh in Neubrandenburg fahren diese motorisierten, neuartigen Dinger auf glatten Bahnen.
Der Fortschritt nimmt seinen Lauf.

Mein Vorschlag für zukünftige Großschadensereignisse, Luftangriffe oder Unruhen:
Bitte all dies ankündigen und dann zwanzig Minuten später stattfinden lassen als eigentlich geplant, damit Warn-Apps oder zuständige Behörden wach werden und reagieren können.

Soweit ich das verstanden habe war das Ziel des Warntags auch, Fehler im System zu finden. Davon gibt es wohl einige, und jetzt fängt die Ursachensuche an.
Das Video ist reine Zeitverschwendung, was das mit dem Artikel zutun haben soll weiß vermutlich nur der Autor.

Ich würde mal vermuten, dass das Video ausdrücken sollte, was in NB passiert ist - nämlich nichts. Und genau das sagt das Video auch aus. 🤣
Überflüssig ist es trotzdem. Hätte man genauso gut in einem Satz sagen können.

Es war ein Test. Da dürfen Fehler passieren.

In Ückeritz auf Usedom hörte man nur in weiter Ferne, wer genau hinhörte, ein schwaches Heulen der Sirene in Koserow (4 Km).
Das wars. Eine Entwarnung war nicht wahrzunehmen.Auch am Strand wurden keine Durchsagen gemacht, was sicherlivh sinnvoll wäre im Falle eines Falles. Nicht von alledem wurde gemacht. Ich nenne das eine Pleite.

... um 11:00 Uhr nichts gehört hat, ist ein potentielles Opfer einer drohenden Katastrophe. Und nein, wenn das Wasser bereits in den Keller läuft oder das Giftgas durch die Wohnung wabert, brauch ich keine Warnung mehr...