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Unwetter

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Blitzeinschläge sorgen für mehrere Brände

In der Nähe von Güstrow schlug ein Blitz in das Dach einer reetgedeckten Scheune und löste dort ein Brand aus
In der Nähe von Güstrow schlug ein Blitz in das Dach einer reetgedeckten Scheune und löste dort ein Brand aus
Stefan Tretropp

Für viele brachte das Unwetter die ersehnte Abkühlung. Für die Feuerwehr hingegen reichlich Arbeit. Bei Güstrow brannte eine Scheune, in Ribnitz-Damgarten ein Doppelhaus.

Bedrohlich zog die Wolkenfront am späten Donnerstag Abend an der Ostsee auf, Blitze im Sekundentakt erleuchteten den Himmel. Aus Sicherheitsgründen und auch aufgrund der angekündigten weiteren Warnlagen wurde die Hanse-Sail in Rostock für den Freitag bis in den Nachmittag unterbrochen.

Die erste Unwetterfront hatte es in sich. Sturm, Regen, Blitze im Sekundentakt. So knickten im Rostocker Stadtgebiet mehrere Bäume, Strom- und Telefonmasten um, verletzt wurde laut eines Sprechers der Stadt Rostock niemand. Im Landkreis schlug ein Blitz in der Nähe von Güstrow in das Dach einer reetgedeckten Scheune und löste dort ein Brand aus. Die Kameraden zahlreicher Freiwilliger Feuerwehren waren über Stunden im Großeinsatz, konnten aber ein größeren Schaden nicht verhindern. Auch in der Barlachstadt selbst kam es in der Nacht zu einem größeren Einsatz, vermutlich wegen eines Blitzschlags.

In Ribnitz-Damgarten brannte der Dachstuhl eines reetgedeckten Doppelhauses ebenfalls nach einem Blitzeinschlag. Der zweiköpfigen Familie gelang es, die brennende Haushälfte unverletzt zu verlassen. Das komplette Doppelhaus brannte aus und ist laut Polizei nicht mehr bewohnbar. Der Sachschaden beträgt mindestens 300.000 Euro.

Explosionsgefahr nach Regen gesunken

Der Gewitterregen hatte aber auch gute Seiten. Der am Donnerstag ausgebrochene Waldbrand bei Lübtheen (Kreis Ludwigslust-Parchim) ist nach Angaben von Polizei und Feuerwehr durch den Guss von oben wieder unter Kontrolle. Auch die Explosionsgefahr in dem munitionsbelasteten Gebiet des früheren Truppenübungsplatzes, das ebenfalls Feuer gefangen hatte, sei gesunken.

Die Bewohner zweier Dörfer bei Lübtheen, die wegen des Brandes am Vortag zeitweise vorsorglich ihre Häuser verlassen musste, konnten nachts schon wieder zurück. Vor allem Landwirte und Gärtner freuten sich angesichts der Dürre über die seit Wochen erwartete Abkühlung und das dringend nötige Regenwasser.