UNWETTER RICHTET VIELE SCHÄDEN AN

Blitzeinschläge und stürzende Bäume

Nach der hochsommerlichen Hitze in MV hat es am Pfingstwochenende mehrere kräftige Unwetter gegeben. Blitzeinschläge setzten Häuser in Brand, stürzende Bäume verletzten Menschen und beschädigten Gebäude.
Heftige Blitze über dem ganzen Land: Besonders schlimm wütete ein Unwetter in der Nacht zum Montag.
Heftige Blitze über dem ganzen Land: Besonders schlimm wütete ein Unwetter in der Nacht zu Pfingstmontag. dpa
Rostock.

Heftige Unwetter haben in Mecklenburg-Vorpommern zu vielen Schäden an Häusern und Autos geführt. Nach Polizeiangaben wüteten Sturmböen und Gewitter vor allem in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg sowie in Rostock. Und obwohl es auch in der Nacht zu Dienstag gewitterte, war die Nacht auf Pfingstmontag wesentlich schlimmer.

Baum kracht auf fahrendes Auto

Zwischen Crivitz und Gädebehn (Ludwigslust-Parchim) fiel ein Baum auf eine Tischlerei und verursachte rund 100 000 Euro Schaden. Auf der Bundesstraße 208 bei Mühlen Eichsen (Nordwestmecklenburg) stürzte ein Baum auf ein Auto und verletzte eine 24-Jährige am Kopf. Ihre einjährige Tochter blieb unverletzt. In Gadebusch stürzte ein Baum um und fiel auf drei geparkte Autos.

Dachstuhl brennt - Mehrfamilienhaus unbewohnbar

Auch Blitzeinschläge sorgten für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr. Unter anderem brannte in Hof Banin nahe Crivitz der Dachstuhl eines Wohnhauses. Teilweise musste das Dach abgedeckt werden, um an den Brandherd heran zu kommen. Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von rund 100 000 Euro. In Warnemünde ist ein Mehrfamilienhaus nach einem Blitzeinschlag nicht mehr bewohnbar, da es auch dort im Dachstuhl brannte. Der Sachschaden war zunächst noch unklar. In Wismar konnten die Bewohner eines Einfamilienhauses ein Feuer noch schnell selbst löschen, nachdem auch ihr Haus von einem Blitz getroffen worden war.

DLRG muss neun Menschen retten

Auch die deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) musste in der Nacht zum Montag mehrfach ausrücken. Neun Menschen mussten von der Insel Lieps im Schweriner See gerettet werden, weil sie durch das Unwetter nicht mehr mit ihren Booten zum Ufer zurück fahren konnten. Besonders schlimm traf es zwei Segler, deren Boot durch Böen mit Windstärke elf bis zwölf umgekippt war. Sie wurden von einem anderen Boot aufgenommen und zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Am Montag waren die Segler schon wieder wohlauf und das Boot wieder flott, sagte der Vorsitzende des DLRG-Ortsverbandes Schwerin.

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