ROHR FREI

Blockade von Eugal-Baustelle beendet

Umweltaktivisten gaben sich am Donnerstag kämpferisch. Doch dann ließen sie sich recht schnell von der Besetzung der Eugal-Baustelle bei Wrangelsburg abbringen.
Philipp Schulz Philipp Schulz
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
Die Blockade der Eugal-Baustelle bei Wrangelsburg ist beendet.
Die Blockade der Eugal-Baustelle bei Wrangelsburg ist beendet. Stefan Sauer
Wrangelsburg.

Die Blockade der Eugal-Baustelle bei Wrangelsburg ist beendet. Die Aktivisten, die am Donnerstagmorgen unter anderem in die Rohre der Gasepipeline gekrochen waren, gaben gegen 16 Uhr auf.

Wie die Polizei dem Nordkurier bestätigte, hatten sich die Aktivisten mit dem Anwalt des Bauherren auf einen Kompromiss geeinigt: Demnach sollten keine Personalien aufgenommen und auch keine Anzeige erstattet werden, wenn die Besetzer noch am Donnerstagnachmittag die Rohre verlassen. Den Besetzern wurde schließlich eine kurzzeitige Fristverlängerung eingeräumt, weil sie in  der Pipeline noch aufräumen wollten. Dann verließen drei Personen - ein Mann und zwei Frauen - das Rohr und die Versammlung mit insgesamt sechs Teilnehmern wurde für beendet erklärt. 

Zuvor hatten sich die Aktivisten noch kämpferisch gegeben: „Wir gehen nicht weg! We are here, standing strong!”, schrieben sie am Nachmittag auf Twitter. Auch bei ihrer Anreise deutete vieles darauf hin, dass sie auf einen längeren Aufenthalt vorbereitet hatten. So waren die Aktivisten etwa mit großen Rucksäcken und Isomatten angerückt.

 

Die Gruppierung Climate Justice Greifswald hatte erklärt, mit der Besetzung wolle man den Bau der Gastrasse verzögern und auf Klimaschäden durch Erdgas aufmerksam machen.

Eugal steht für Europäische Gas-Anbindungsleitung. Dabei handelt es sich quasi um die Verlängerung an Land der Ostseepipeline Nord Stream 2. Bis Ende 2019 soll Eugal fertigstellt sein und dann russisches Erdgas aus der Untersee-Leitung ab Lubmin bis nach Deutschneudorf in Sachsen leiten. Die Gesamtlänge der Eugal geben die Bauherren mit etwa 480 Kilometern an.

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Kommentare (1)

Erstens ankündigen, daß die Rohre jetzt verlegt werden, zweitens den Schweißapparat zeigen und drittens Elektrode frei. Da wird ein Bohei um angebliche "Aktivisten" gemacht. Die Firma macht sich selber lächerlich!