50 Millionen Nutzer seit 2003

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Blumen und Gutscheine zum Warnowtunnel-Jubiläum

Na, ein kleiner Drücker wird da wohl auch noch drin sein: Am Rostocker Warnowtunnel begrüßt Oberbürgermeister Roland Methling (rechts, parteilos) Bärbel Hagen als 50-millionste Nutzerin des Tunnels seit der Eröffnung 2003.
Na, ein kleiner Drücker wird da wohl auch noch drin sein: Am Rostocker Warnowtunnel begrüßt Oberbürgermeister Roland Methling (rechts, parteilos) Bärbel Hagen als 50-millionste Nutzerin des Tunnels seit der Eröffnung 2003.
Bernd Wüstneck

Eigentlich hätten wir diese Nachricht schon längst vermelden können müssen. Doch dann fuhren doch nicht so viele Fahrzeuge durch den berühmtesten Tunnel Mecklenburg-Vorpommerns.

Eine Frau aus Bentwisch bei Rostock ist am Dienstag als 50-millionste Nutzerin des Rostocker Warnowtunnels ermittelt worden. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) überreichte Blumen, wie die Warnowquerung GmbH & Co. KG mitteilte. Die Tunnel-Betreibergesellschaft übergab der Autofahrerin einen Reise- und einen Tankgutschein sowie 50 Freifahrtscheine.

Das 50-millionste Fahrzeug kam mit mehrjähriger Verspätung. Wäre alles nach Plan gelaufen, hätte schon 2009 der 50-millionste Nutzer durch den Tunnel rollen müssen. Doch statt der erwarteten täglich rund 25 000 Autos waren es 2016 nur knapp halb so viele. In den Jahren zuvor kamen noch weniger Fahrzeuge.

Gesparte Fahrzeit: bis zu einer Stunde

Der 220 Millionen Euro teure Tunnel war 2003 eröffnet worden. Er war Deutschlands erstes privat finanziertes Straßenbauprojekt. Die Finanzierung sollten die Autofahrer in 30 Jahren Betriebszeit mit ihrer Maut übernehmen. Doch die Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Im Jahr 2005/06 stand die Warnowquerung GmbH kurz vor der Insolvenz. Diese wurde nur dadurch vermieden, dass die Konzession zur Mauterhebung von 30 auf 50 Jahre verlängert wurde.

Der 790 Meter lange Tunnel verbindet zwei Stadtteile auf direktem Wege, der Umweg um die Warnow herum durch die hochfrequentierten Straßen der Stadtmitte entfällt. Damit könnten Autofahrer bis zu einer Stunde Fahrzeit sparen, hieß es.