VERLUST VON FANGGEBIETEN

Brexit gefährdet die Fischerei in MV

Die deutsche Fischerei warnt vor den Folgen des bevorstehenden britischen EU-Austritts. Unter anderem Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung will beim Ausstieg mitreden.
dpa
In den Netzen deutscher Fischer könnte weniger Hering, Makrele, Blauer Wittling, Plattfische und Kaisergranat sein. 
In den Netzen deutscher Fischer könnte weniger Hering, Makrele, Blauer Wittling, Plattfische und Kaisergranat sein. Jens Büttner
Schwerin/Hamburg ·

Die Bundesländer wollen an den Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU beteiligt werden. Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung wird dazu einen Dringlichkeitsantrag für die Bundesratssitzung am 31. März einbringen, wie der Vorsitzende der Europaministerkonferenz, der Schweriner Ressortchef Lorenz Caffier (CDU), am Dienstag mitteilte. Die Länder werden nach seinen Worten auf vielfältige Weise von den Auswirkungen des Brexits betroffen sein, darunter im Handel, in Wissenschaft und Forschung, im Datenschutz, bei Arzneimittelzulassungen, in der Agrarpolitik und in der Fischerei.

Die deutsche Fischerei hat deshalb vor den Folgen des bevorstehenden britischen EU-Austritts gewarnt. Traditionell genutzte Fanggebiete könnten vollständig verloren gehen. Für die Fischer geht es dabei unter anderem um Hering, Makrele, Blauer Wittling, Plattfische und Kaisergranat. 100 Prozent der deutschen Nordseeherings-Quote werden den Angaben zufolge in der britischen Zone gefangen. Die Branche sorgt sich, dass Großbritannien nach dem „Brexit” den EU-Staaten die Einfahrt in seine 200-Seemeilen-Zone verwehren könnte. „Unser Ziel ist es, dass durch den Brexit keine Arbeitsplätze gefährdet werden und auch Preissteigerungen für den Verbraucher vermieden werden”, betonte der Vorsitzende des Verbandes, Uwe Richter.

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