Ein 13-Jähriger hat am Sonntag in Rostock zwei Mädchen niedergestochen.
Ein 13-Jähriger hat am Sonntag in Rostock zwei Mädchen niedergestochen. Stefan Tretropp
13-Jähriger festgenommen

Brutale Attacken auf Kinder in Rostock

Nachdem ein 13 Jahre alter Jugendlicher zwei Mädchen in Rostock niedergestochen hat, rückte die Polizei mit einem Großaufgebot aus. Der Grund für die Gewalttat war ein banaler.
Rostock

Nach zwei brutalen Attacken auf Kinder hat die Polizei in Rostock nach einem Großeinsatz am Sonntagnachmittag einen mutmaßlichen Messerangreifer vorläufig festgenommen. Der Tatverdächtige ist ebenfalls noch ein Kind. Zwei Mädchen erlitten schwere Verletzungen.

Zum ersten Vorfall kam es laut Polizei gegen 16 Uhr in der Nähe des Teiches am Friedensforum. An der dortigen Skaterbahn griff der 13-Jährige zunächst ein 13-jähriges Mädchen an, indem er auf es einschlug. Er brach ihr die Nase, danach flüchtete der Angreifer.

Täter flüchtete

Nur wenig später kam es zu einer zweiten Attacke, diesmal in der Pablo-Picasso-Straße. Mitten auf dem Gehweg stach der Minderjährige mit einem Springmesser auf den Oberschenkel einer weiteren 13-Jährigen ein und ließ sie schwer verletzt und blutend auf dem Fußweg zurück. Freunde des Opfers wählten den Notruf.

Kurz darauf kam ein Großaufgebot an Streifen- und Zivilwagen zum Einsatz. Der Täter flüchtete auch nach dieser Tat und drohte laut Aussage der Kinder damit, weitere Personen „abzustechen“. Inzwischen waren nahezu alle Polizeiwagen aus Rostock an der Fahndung beteiligt. Das 13-jährige Mädchen kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Jugendamt ist informiert

Am frühen Abend ging die Suche dann erfolgreich zu Ende, in der Nähe der Alten Schmiede im Hölderlinweg klickten letztlich die Handschellen. Die Tatwaffe, das Messer, wurde bei ihm nicht aufgefunden, Polizisten suchten Gebüsche danach ab.

Das Jugendamt wurde über den bereits polizeilich bekannten Tatverdächtigen informiert. Die Ermittlungen laufen zwar, jedoch ist der Messerangreifer mit 13 Jahren noch strafunmündig. Grund der Brutalität: Die angegriffenen Mädchen drohten dem Täter damit, ihn bei der Polizei wegen dessen Drogengeschäfte anzuzeigen.

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