Die neue Bundesregierung will die Zahl der Windräder verdoppeln.
Die neue Bundesregierung will die Zahl der Windräder verdoppeln. Patrick Pleul
Erneuerbare Energien

Bürgerinitiative nennt Habecks Windpläne Kriegserklärung an Umweltschutz

Das Aktionsbündnis Freier Horizont in Mecklenburg-Vorpommern hat die Pläne zum massiven Ausbau der erneuerbaren Energien mit deutlichen Worten kritisiert.
Neubrandenburg

Das Aktionsbündnis Freier Horizont hat die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zum massiven Ausbau der erneuerbaren Energien als Kriegserklärung an Umweltschutz und ländlichen Raum bezeichnet.

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Während sich das ganze Land mit Corona abplage, die Energiepreise explodierten und in Mecklenburg-Vorpommern die Werften vor dem Untergang stünden, beschäftige sich der für Wirtschaft zuständige Bundesminister lieber mit seinem Steckenpferd Energiewende, heißt es in einer Erklärung des Aktionsbündnisses, in dem nach eigenen Angaben rund 40 Bürgerinitiativen gegen den Windkraftausbau zusammengeschlossen haben.

Habeck hatte zuvor angekündigt, die Planungs- und Genehmigungsverfahren für Windparks zu verkürzen und bisher vorgeschriebene Abstandregeln zu Siedlungen zu überprüfen. Das Ziel einer vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Wirtschaft inklusive Strom, Heizen, Verkehr, Industrie und nicht vorhandener Speicher sei nicht einmal rechnerisch mit der von Habeck geforderten Verdoppelung der bislang rund 30.000 Windräder erreichbar, so Vorstandsmitglied Norbert Schumacher.

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Der Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen nutze in erster Linie deren Herstellern und Projektplanern, sowie Eigentümern von Flächen, auf denen solche Anlagen errichtet werden. „Die Lasten dieser Politik trägt die Bevölkerung in Deutschlands ländlichen Gebieten”, erklärte Schumacher. Die angekündigte Harmonisierung im Artenschutz bezeichnete er als Versuch, Rücksichtnahme auf die Natur dort fallen zu lassen, wo der Ausbau von Windkraft und Photovoltaik gestört werde.

 

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