Mit Bayerns Ministerpräsidentin Markus Söder (links) war Manuela Schwesig vor drei Wochen in Lubmin – am Monta
Mit Bayerns Ministerpräsidentin Markus Söder (links) war Manuela Schwesig vor drei Wochen in Lubmin – am Montag kommt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in den Nordosten. Stefan Sauer
Energiekrise

Bund investiert dreistelligen Millionenbetrag in die Häfen Rostock und Lubmin

Gute Nachrichten für Mecklenburg-Vorpommern: Die Ampelkoalition gibt viel Geld für den Nordosten – und ein Bekenntnis für die Energieversorgung von Bürgern und Unternehmen.
Schwerin

Erst die Einweihung der Solarthermieanlage in Greifswald, dann der Auftritt vor Unternehmern und Demonstranten in Neubrandenburg, anschließend ein Besuch in der Talk-Sendung „Maybritt Illner”, später eine Stippvisite im Bundesrat in Berlin und zum Abschluss ein Pressestatement in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns in der Hauptstadt – es war eine wilde Terminhatz, die Manuela Schwesig am Donnerstag und Freitag zu absolvieren hatte.

Umland soll wirtschaftlich gefördert werden

Und die vielleicht wichtigste Nachricht bei diesem Marathon durch den Nordosten der Republik konnte die MV-Ministerpräsidentin zum Ende in der Bundeshauptstadt verkünden: „Der Bund gibt 150 Millionen Euro für die weitere Entwicklung der Häfen Rostock und Lubmin”, sagte eine sichtlich zufriedene Schwesig. Rostock werde unter anderem mit dem Geld ertüchtigt, Öl zu importieren und per Pipeline nach Schwedt in das PCK-Werk zu leiten. Im Unternehmen an der deutsch-polnischen Grenze greift zum 1. Januar das verhängte Embargo gegen russisches Öl, das bisher nach Schwedt geflossen war. Jetzt wird über Rostock Ersatz beschafft. Und der Hafen in Lubmin wird weiter ausgebaut als Anlandungsstation für Gas.

Lesen Sie auch: Wurden 1200 Mitarbeiter der PCK-Raffinerie in Schwedt gekündigt?

Doch nicht nur die Häfen sollen von dem Millionenbetrag profitieren, auch das Umland – in diesem Fall die Landkreise Rostock und Vorpommern-Greifswald – solle entsprechen wirtschaftlich gefördert werden.

Schwesig dankte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und dem Ostbeauftragten Carsten Schneider (SPD) für ihren Einsatz zur weiteren Entwicklung der Häfen Rostock und Lubmin. „Das in diesen Zeiten ein gutes Signal und gewährleistet auch künftig die Energieversorgung”, so die SPD-Politikerin.

 

zur Homepage