NATO-ÜBUNG „DEFENDER EUROPE 2020”

Bundeswehr-Kolonnen auf der A20 – Das ist zu beachten

Am Mittwoch sind die ersten Truppenverlegungen über Autobahnen in MV für die große Nato-Übung geplant. Verkehrsteilnehmer sollten mehrere Dinge beachten, teilt die Bundeswehr mit.
Die US-Armee kam in Bremerhaven mit einer großen Zahl an schwerem Gerät an, darunter zahlreiche Panzer. Auf den Str
Die US-Armee kam in Bremerhaven mit einer großen Zahl an schwerem Gerät an, darunter zahlreiche Panzer. Auf den Straßen werden aber nur Radfahrzeuge fahren, teilte die Bundeswehr mit. PATRIK STOLLARZ
Neubrandenburg.

Jetzt wird es ernst: Seit Wochen wurden große Truppenverlegungen von Nato-Streitkräften durch Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Am Mittwoch (26. Februar) geht es los. „Defender 2020” läuft bis Juni 2020 und gilt mit 37.000 Soldaten als größte Nato-Truppen-Verlegeübung seit 25 Jahren. Mecklenburg-Vorpommern ist dabei Transit-Land, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte.

Die erste „Verlegewelle” soll vom 26. Februar bis 6. März dauern. „Auf den Autobahnen A24, A14 und A20 werden ab dem frühen Abend bzw. bis zum frühen Morgen Marschkolonnen unterwegs sein”, teilte die Bundeswehr am Dienstag zum Verlegestart am Mittwoch mit. Die Kolonnen sind eher dunkel lackiert, hinten eher schlecht beleuchtet und bewegen sich mit einer sehr langsamen Geschwindigkeit. „Also „Obacht“ bei Fahrten auf den Autobahnen unseres Bundeslandes”, hieß es weiter in dem Facebook-Post der Bundeswehr – und dazu wurde ein ADAC-Video verlinkt, wie man sich als Verkehrsteilnehmer richtig verhält, wenn man solchen Kolonnen verhält.

Ohne viele Worte:

Das erste Schiff mit schwerem US-Gerät aus dem US-Bundesstaat Georgia ist vor wenigen Tagen in Deutschland eingetroffen. US-Abrams-Panzer reihten sich am Freitag am Kaiserhafen in Bremerhaven an den Kaianlagen vor dem riesigen Frachtschiff „Endurance” auf. Container, Tanklastwagen, Kettenraupen, Humvees wurden entladen. Ab Mittwoch sollen in Meckelnburg-Vorpommern in den Kasernen Hagenow und Torgelow US-Soldaten kolonnenweise halten, tanken und rasten.

„Defender Europe 20” ist die größte Verlegeübung der US-Streitkräfte über den Atlantik seit 25 Jahren. Auf dem Flughafen in Hamburg trafen am frühen Morgen US-Soldaten ein, in Bremerhaven werden Militärgüter von insgesamt vier Schiffen entladen. Testweise sollen etwa 20.000 Soldaten von den USA quer durch Deutschland nach Osteuropa verlegt werden, um für Krisenfälle gewappnet zu sein. Einsatzorte sind Polen und das Baltikum. Insgesamt nehmen 18 Länder an der mehrmonatigen Übung teil.

Die Bundeswehr rechnet mit Protesten, die bereits angekündigt wurden. Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern hatte „Defender Europe 2020” kritisiert. Dies sei „ein widerliches politisches Signal” und eine klare Ausrichtung gegen Russland, hieß es. „Es ist unerträglich, dass 75 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs ein derartiges Bedrohungsszenario aufgemacht wird und wieder Soldaten an der Grenze zu Russland stehen”, erklärte der Linke-Landtagsabgeordnete Peter Ritter.

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