Auf Usedom getötet

Bundesweite Ermittlungen im Fall Maria K.

Eine Woche nach der Tötung der 18-jährigen Maria K. in Zinnowitz auf Usedom fehlt noch eine heiße Spur. Die Polizei befragte bereits 50 Personen aus ihrem Umfeld.
dpa
Knapp eine Woche nach dem gewaltsamen Tod der 18-jährigen Maria K. in Zinnowitz auf der Insel Usedom hat die Polizei ihre Ermittlungen bundesweit ausgedehnt.
Knapp eine Woche nach dem gewaltsamen Tod der 18-jährigen Maria K. in Zinnowitz auf der Insel Usedom hat die Polizei ihre Ermittlungen bundesweit ausgedehnt. Tilo Wallrodt
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Zinnowitz.

Knapp eine Woche nach dem gewaltsamen Tod der 18-jährigen Maria K. in Zinnowitz auf der Insel Usedom hat die Polizei ihre Ermittlungen bundesweit ausgedehnt. Anlass sind Erkenntnisse, die man aus den sozialen Netzwerken gewonnen hat, wie Claudia Tupeit als Polizeisprecherin am Montag sagte. „Wir hoffen auf Hinweise auf Kontakte zu Menschen über Mecklenburg-Vorpommern hinaus.” Unterdessen wurden bisher etwa 50 Menschen aus dem Umfeld der Getöteten überprüft. Das führte aber nicht zu einer heißen Spur, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund sagte.

Eine Bekannte hatte die 18-Jährige am Abend des 19. März tot in deren Wohnung gefunden. Sie hatte das Opfer aufgesucht, weil sie sie telefonisch nicht erreicht hatte. Nach den rechtsmedizinischen Untersuchungen sei klar, dass die 18-Jährige am Dienstag auch getötet wurde, sagte der Sprecher. Damit müsse es am 19. März „eine Begegnung gegeben haben.” Die Tote wies Stichverletzungen auf. Sie stammte aus Stralsund und lebte alleine in der Zinnowitzer Wohnung.

Hier finden Sie eine Übersicht mit allen Artikel zum gewaltsamen Tod von Maria auf der Insel Usedom.

Laut Polizei arbeiten weiter 50 Beamten der Sonderkomission „Maria” unter Leitung der Kriminalpolizei Anklam an dem Fall. „Einige Alibis werden noch überprüft”, sagte Tupeit. Die mögliche Tatwaffe und andere für den Fall wichtige Gegenstände wie Kleidung mit Blutflecken wurden noch nicht gefunden. Aus der Bevölkerung habe es zum Tat-Tag eher wenige Hinweise gegeben. Deshalb wären die Ermittler froh, wenn man Hinweise auf Kontakte des Opfers aus früherer Zeit bekäme, die vielleicht nicht bei Facebook und anderen Netzwerken zu finden waren.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden in der Wohnung auch Spuren Anderer gefunden, wie Fingerabdrücke, Haare und Hautpartikel. Nähere Angaben – auch zu einem möglichen Motiv – machten die Ermittler aus persönlichkeitsrechtlichen und ermittlungstaktischen Gründen nicht. Die Getötete soll auf der Insel einen Ausbildungsplatz gesucht haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zur genauen Todesursache wollte er sich nicht äußern.