Pommernschloss
Burgenverein will Europäisches Herrenhauszentrum in Ludwigsburg

Das ruinöse Schloss Ludwigsburg bei Greifswald soll nach der Übernahme durch das Land für etwa 20 Millionen Euro restauriert werden.
Das ruinöse Schloss Ludwigsburg bei Greifswald soll nach der Übernahme durch das Land für etwa 20 Millionen Euro restauriert werden.

Das Schloss Ludwigsburg bei Greifswald soll nach dem Willen von Historikern nach seiner Sanierung zu einer Forschungsstelle werden. Unter anderem soll ein Herrenhaus-Inventar erstellt werden.

Das ruinöse Pommernschloss Ludwigsburg bei Greifswald könnte nach seiner Sanierung zu einem Europäischen Herrenhauszentrum entwickelt werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat jetzt die Deutsche Burgenvereinigung unterbreitet.

Die Anlage würde sich gut für eine fundierte Präsentation des reichhaltigen baugeschichtlichen Erbes in Mecklenburg-Vorpommern eignen, sagt die Architekturhistorikerin Sabine Bock. Sie plädiert für ein Herrenhauszentrum, eine Einrichtung, die es trotz unzähliger Schlösser und Gutshäuser bislang auch nicht in Brandenburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gibt.

Forschungsstelle zu Herrenhäusern im Ostseeraum

Auf Schloss Ludwigsburg könnte eine Forschungsstelle eingerichtet werden, die sich der gesamten Kulturlandschaft der Herrenhäuser im Ostseeraum widme. Geplant sei der Aufbau eines Informationsnetzwerkes norddeutscher Herrenhäuser und Gutsanlagen mit Bibliothek, die Erstellung eines wissenschaftlichen Herrenhaus-Inventars und eines architektonischen Gutsanlagen-Atlases sowie die Vergabe von Forschungsaufträgen über einzelne Häuser.

Ludwigsburg gilt als einer der letzten noch vorhandenen mittelalterlichen Bauten der Pommernherzöge in Deutschland. Derzeit verhandelt das Land mit dem Privatbesitzer über eine Übernahme des Anwesens bei Greifswald. Derzeitige Planung sehen vor, in dem einstigen Herrschaftssitz ab 2024 eine Ausstellung zur pommerschen Kultur und Geschichte zu präsentieren.

Die Trägerschaft könnte die Stiftung Pommersches Landesmuseum übernehmen, die dieses Ansinnen wegen der zu erwartenden Mehrbelastungen allerdings skeptisch sieht.