Studie
Bus und Bahn in MV am schlechtesten erreichbar

74,6 Prozent der Einwohner in MV wohnen bis zu 600 Metern Luftlinie von der nächsten Haltestelle entfernt oder maximal 1200 Meter vom nächsten Bahnhof mit jeweils mindestens 20 Fahrtmöglichkeiten am Tag. Damit ist MV Schlusslicht in Deutschland.
74,6 Prozent der Einwohner in MV wohnen bis zu 600 Metern Luftlinie von der nächsten Haltestelle entfernt oder maximal 1200 Meter vom nächsten Bahnhof mit jeweils mindestens 20 Fahrtmöglichkeiten am Tag. Damit ist MV Schlusslicht in Deutschland.
Jens Büttner

Beim öffentlichen Personenverkehr ist Mecklenburg-Vorpommern einer Studie zufolge Schlusslicht. Das sollte ein Warnschuss für das Land sein, findet die CDU.

Mecklenburg-Vorpommern ist einer Studie der Allianz pro Schiene zufolge Schlusslicht bei der Erreichbarkeit von Bus und Bahn. Das sollte für das Land ein Warnschuss sein, endlich mehr für den öffentlichen Personennahverkehr zu tun, sagte der Rostocker CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg am Mittwoch.

Dem Ranking der Flächenländer zufolge wohnen nur 74,6 Prozent der Einwohner bis zu 600 Metern Luftlinie von der nächsten Haltestelle entfernt oder maximal 1200 Meter vom nächsten Bahnhof mit jeweils mindestens 20 Fahrtmöglichkeiten am Tag. In Schleswig-Holstein seien es 86,1 Prozent. Die Studie bezieht sich auf Daten des Bundesinstituts für Bau, Stadt- und Raumforschung.

Laut Rehberg hortet MV Geld zurück

Mecklenburg-Vorpommern hält nach Rehbergs Worten mittlerweile mehr als 211 Millionen Euro an Regionalisierungsmitteln als Reserve zurück, die für den Schienenpersonennahverkehr bestimmt sind. „Statt das Geld zu horten, sollte es an die Kommunen weitergegeben und investiert werden”, forderte der CDU-Politiker.

Außerdem warf er dem Land vor, dass jährlich 11 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt im Landeshaushalt versickern, die eigentlich für den kommunalen Straßenbau und den öffentlichen Personennahverkehr genutzt werden könnten. Laut Rehberg erhält das Land vom Bund jährlich 35 Millionen Euro zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden. Insgesamt seien im Doppelhaushalt 2018/2019 jährlich 37 Millionen Euro dafür veranschlagt, darunter seien 13 Millionen Euro EU-Mittel.