Ferienhausaffäre
Caffier bezichtigt SPD-Politiker der Lüge

Lorenz Caffier (CDU) hat vor, die Angelegenheit vor Gericht zu bringen.
Lorenz Caffier (CDU) hat vor, die Angelegenheit vor Gericht zu bringen.
Ulrike Rosenstädt

Lorenz Caffier wollte sich eigentlich nicht weiter zu der Ferienhaus-Affäre äußern. Nach scharfen Anschuldigungen durch die Kreis-SPD tat er es nun doch – und fordert Schmerzensgeld.

Nach der öffentlichkeitswirksamen Demonstration gegen die Ferienhäuser in Neppermin auf Usedom, die die SPD Vorpommern-Greifswald gestern durchführte, hat nun Innenminister Lorenz Caffier (CDU) öffentlich Stellung bezogen. Besonders eine Äußerung des SPD-Mannes Günther Jikeli, der Caffier scharf für den Bau seines Fereinhauses im geschützen Schilfbereich des Nepperminer Sees kritisiert, weist Caffier zurück.

Jikeli sagte gestern während der Demonstration, dass Caffier die Akteneinsicht bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises untersagt habe. Caffier dementiert das. Der Innenminister erklärte, dass er als betroffene Privatperson die Akteneinsicht abgelehnt habe.

Das sei üblich, da personenbezogene Daten bei der Akteneinsicht berührt seien. Dem Nordkurier sagte er zudem: „Jeder Bürger hat das Recht, diese Einsicht zu verweigern – davon habe ich Gebrauch gemacht. Die Entscheidung, eine Akteneinsicht zu untersagen, trifft trotzdem die zuständige Behörde.”

Lorenz Caffier fordert Schmerzensgeld von SPD-Politiker

„Weder ich noch ein Anwalt haben auf die Behörde oder den Kreis eingewirkt. Herr Jikeli verbreitet hier Unwahrheiten," so der Innenminister weiter. „Die Wohnungen sind nicht rechtswidrig gebaut worden”, sagt er. Aktuell befinden sich Caffier und Jikeli in einem Rechtstreit.

Caffier fordert von dem SPD-Mann 2000 Euro Schmerzensgeld und dass dieser die Aussage zurücknimmt, die Ferienwohnungen seien rechtswidrig gebaut worden. Jikeli ist sich keiner Schuld bewusst. Der Fall soll vermutlich im April in Stralsund vor Gericht verhandelt werden.