„PREPPER”-GRUPPE

Caffier informiert Personen auf "Nordkreuz"-Listen

1200 Personen und Institutionen bekommen in den kommenden Tagen Post. MV-Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sieht sie zwar nicht in Gefahr, will sie aber trotzdem informieren.
dpa
Lorenz Caffier (CDU) will die auf Namenslisten der „Prepper”-Gruppe „Nordkreuz” aufgeführten Personen informieren.
Lorenz Caffier (CDU) will die auf Namenslisten der „Prepper”-Gruppe „Nordkreuz” aufgeführten Personen informieren. Bodo Marks
Schwerin.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) schließt eine aktuelle Gefährdung der auf Namenslisten der „Prepper”-Gruppe „Nordkreuz” aufgeführten Personen weiterhin aus, will die Betroffenen nun aber doch informieren. Die ersten Schreiben seien bereits am Montag versandt worden, teilte Caffier in Schwerin mit.

Infolge der Berichterstattung „und einiger unzutreffender Bewertungen” sei eine größere Verunsicherung wahrzunehmen. Daher habe er sich entschlossen, alle betroffenen rund 1200 Personen und Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern zu informieren, sagte der Minister. Begriffe wie „Feindes- oder Todesliste” seien nach Einschätzung aller an dem Verfahren beteiligten Behörden jedoch konsequent zurückzuweisen, betonte der Minister.

Bei einer Anti-Terror-Razzia in Mecklenburg-Vorpommern waren 2017 Listen mit Namen sichergestellt worden, die unter anderem aus einem Datendiebstahl bei einem Onlineversand von 2015 stammen sollen. Die Bundesanwaltschaft hatte damals Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat aufgenommen, die noch nicht abgeschlossen sind.

Im Zentrum der Ermittlungen stehen ein Rostocker Anwalt und ein suspendierter Polizist aus einem Dorf bei Schwerin, die beide der „Prepper-Szene angehören sollen. „Prepper” bereiten sich auf schwere Krisen oder einen Zusammenbruch des Staats vor, legen Vorräte an und versorgen sich teilweise auch mit Waffen.

Sei Aschenbrödel! - Dein personalisierbares Märchenbuch zum Film!

Das DDR Witzbuch

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

zur Homepage

Kommentare (1)

Ich glaube nicht, dass sich die Personen weniger verunsichert fühlen, wenn sie wissen, dass sie auf einer angeblichen Todesliste standen.
Nun mal zu der sogenannten Liste. Sie stammt aus einen Hack auf ein Antifa-Versandhaus. In der Excel-tabelle sind Namen, Adressen, Emailadressen und teilweise die Telefonnummern von Kunden aufgelistet. Die Liste Umfasst über 26000 Einträge und ist relativ leicht im Internet zu erhalten. Ich selbst wurde vor 1 Jahr darauf aufmerksam, als Jan Böhmermann in seiner linken Trollfabrik dazu aufrief ähnliche Listen von Rechten zu erstellen. Jemand hat dann lustigerweise runtergeschrieben: "ob er sowas in der Art meint" und den Link zu der Liste eingeführt.

Ich bin mir sicher, die Liste liegt auf vielen Rechnern in der BRD. Allein schon aus Interesse werden sich einige Leute runtergeladen und dann auf den Rechner vergessen haben. Daraus aber eine "Todesliste" zu fabulieren ist lächerlich.