EX-INNENMINISTER

Caffiers Waffen-Deal – sind Spitzenbeamte erpressbar?

Nicht nur die Staatsanwaltschaft ermittelt in der Waffen-Affäre um Ex-Innenminister Lorenz Caffier. Auch die Politik verlangt Aufklärung.
Lässt nicht locker bei der Waffenaffäre um den Ex-Innenminister Lorenz Caffier: der Linken-Landtagsabgeordnete Peter
Lässt nicht locker bei der Waffenaffäre um den Ex-Innenminister Lorenz Caffier: der Linken-Landtagsabgeordnete Peter Ritter. Kai Horstmann
Schwerin ·

Der Skandal um den ominösen Waffenerwerb von Lorenz Caffier (CDU) spitzt sich weiter zu. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Vorwurfs der Vorteilsnahme. Es steht der Verdacht im Raum, dass sich der ehemalige Innenminister vom Waffenhändler und zeitweiligen Nordkreuz-Mitglied, Frank T., mit einer Waffe beschenken ließ.

Dieses hochexplosive politische Gemisch lässt Peter Ritter (Die Linke) nicht ruhen. „Bereits Ende letzten Jahres wollte ich deshalb wissen, ob weitere Mitglieder oder Mitarbeiter der Landesregierung Waffen von Frank T. erhalten haben. Die Antwort war jedoch alles andere als befriedigend und beruhte auf freiwilligen Angaben eines auserlesenen Personenkreises“, sagte der Linkspolitiker gestern. Die dünne Antwort der Landesregierung verdeutliche das mangelnde Problembewusstsein der Landesregierung im Umgang mit dem mutmaßlich rechtsterroristischen Nordkreuz-Netzwerk.

Welche Regierungsmitglieder kauften noch Waffen?

Ritter erwartet nach eigener Aussage, dass die Landesregierung inzwischen den Ernst der Lage verstanden und sämtliche Vorgänge um die Güstrower Firma „Baltic Shooters“ von Frank T. intern aufgearbeitet habe. Deshalb hat Ritter jetzt erneut eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. „Haben weitere Regierungsmitglieder oder -mitarbeiter Waffen von Frank T. erhalten? Wurden dafür die marktüblichen Preise bezahlt? Ließen sich Spitzenbeamte großzügig beschenken und machten sich damit sogar erpressbar?“, heißt es in der Anfrage, die dem Nordkurier vorliegt.

Seit Monaten mehrten sich die Gerüchte um mögliche Verstrickungen zwischen den Sicherheitsbehörden und dem Schießplatzbetreiber, stellt Ritter klar. Die Regierung täte gut daran, endlich für Antworten zu sorgen, so der Oppositionspolitiker.

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Kommentare (3)

Bitte bleiben Sie am Ball.
Auch interessant, ob Mitglieder anderer Parteien Kontakte zu Frank T. hatten.

hat seinen preis jeder ist käuflich jeder !!!!

hat mit der Partei "Die Linke" die Rechtsnachfolge der SED angetreten. Maul halten... würde ich mal sagen.