Landtagswahl MV

CDU-Chef Sack lässt seine Zukunft nach Wahldebakel offen

Für die Union in Mecklenburg-Vorpommern gab es bei der Wahl eine herbe Niederlage. Nun stellt sich die Frage, wie es in der CDU weitergeht – und mit wem.
dpa
Spitzenkandidat Michael Sack hat mit seiner CDU ersten Prognosen zufolge 14 Prozent erreicht. Das Ziel war eigentlich, Manuela
Spitzenkandidat Michael Sack hat mit seiner CDU ersten Prognosen zufolge 14 Prozent erreicht. Das Ziel war eigentlich, Manuela Schwesig (SPD) als Ministerpräsidentin abzulösen. Christian Charisius
Schwerin

Der Landesvorsitzende der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Michael Sack, lässt nach der historischen Niederlage bei der Landtagswahl seine Zukunft an der Parteispitze offen. Der Wahlabend sei nicht der richtige Moment, um über weitere Schritte zu sprechen, sagte er.

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„Wir werden das alles besprechen”, antwortete Sack auf die Frage, ob er weiter Landesvorsitzender der CDU in Mecklenburg-Vorpommern bleiben wolle. Alles Weitere werde sich in den nächsten Tagen ergeben. „Ich denke, morgen Abend sind wir schon schlauer.” Am Montagabend will der CDU-Landesvorstand zusammenkommen. Sack hatte den Vorsitz der mit rund 5000 Mitgliedern größten Partei in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2020 übernommen, nachdem sein Amtsvorgänger Vincent Kokert überraschend auf alle politischen Ämter verzichtet hatte.

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Laut der ersten Prognose des NDR unmittelbar nach Schließung der Wahllokale kommt die CDU bei der Landtagswahl nur auf 14 Prozent – und steht damit vor dem schlechtesten Ergebnis im Nordosten seit der Wiedervereinigung. Bei der Bundestagswahl sieht es für Christdemokraten besser aus. Dort liefern sich die Union und die SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Alles zur Bundestagswahl lesen Sie hier.

 

Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mit großem Abstand gewonnen. Laut der ersten ARD-Hochrechnung erzielten die Sozialdemokraten mit ihrer Spitzenkandidatin Manuela Schwesig am Sonntag mit 38,3 ihr bestes Ergebnis seit 2002. Ihr Koalitionspartner CDU muss dagegen mit 14,3 Prozent sein historisch schlechtestes Ergebnis hinnehmen - nach 19,0 Prozent bei der Landtagswahl 2016.

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Zweitstärkste Kraft wird der Hochrechnung zufolge die AfD mit 18,0 Prozent - nach 20,8 Prozent bei der Wahl 2016. Die Linke konnte den seit 2011 anhaltenden Abwärtstrend nicht stoppen und fährt mit 9,7 Prozent ihr bislang schlechtestes Wahlergebnis ein.

Sehr gute Chancen auf einen Wiedereinzug in den Landtag haben der Hochrechnung zufolge FDP und Grüne. Die Liberalen - seit 2011 nicht mehr im Parlament vertreten - kommen auf 6,0 Prozent, die Grünen - seit 2016 nicht mehr im Landtag - auf 6,7 Prozent.

 

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