Nur ein ostdeutscher Spielort
CDU-Minister fordern mehr ostdeutsche EM-Stadien

Lorenz Caffier (CDU, links) und Holger Stahlknecht (CDU) sind sauer über die Verteilung der EM-Standorte.
Lorenz Caffier (CDU, links) und Holger Stahlknecht (CDU) sind sauer über die Verteilung der EM-Standorte.
NK-Kombo

Sowohl der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Caffier, als auch der aus Sachsen-Anhalt, Stahlknecht, sind sauer über die Auswahl der Stadien.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) und Sachsen-Anhalts Sportminister Holger Stahlknecht (CDU) haben nachträglich die Auswahl der deutschen Städte für die Fußball-EM 2024 kritisiert. Caffier erklärte am Freitag, er sehe die Entscheidung für die EM in Deutschland zwar „mit großer Freude”. Er forderte den DFB aber auf, noch einmal über die Vergabe der Spielorte nachzudenken und plädierte für mehr Austragungsorte in den ostdeutschen Bundesländern aus.

Nach bisheriger Planung sind mit Berlin und Leipzig lediglich zwei Spielorte aus Ostdeutschland vorgesehen: "28 Jahre nach dem Mauerfall wäre die EM 2024 ein gutes Signal an die Menschen hier und eine gute Gelegenheit für den DFB, dem ostdeutschen Fußball neuen Schwung zu verleihen. Neben Leipzig wären auch Rostock, Magdeburg oder Dresden geeignet.” Stahlknecht sagte, er freue sich auf die EM. Es wäre jedoch schön, wenn die EM – anders als die Weltmeisterschaft 2006 – auch mehrere Stationen in Ostdeutschland machen würde.

Fußball-Verband MV gegen mehr EM-Spiele im Osten

Der Präsident des Fußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Joachim Masuch, hat sich dagegen gegen mehr EM-Spiele 2024 in Ostdeutschland ausgesprochen. „Ich finde es traurig, dass fast 30 Jahre nach der Wende immer noch zwischen Ost und West unterschieden wird“, sagte Masuch dem Nordkurier. „Diese nachträglichen Forderungen sind nicht hilfreich.“ Der Verbandspräsident verwies auf die Kriterien der UEFA. Diese schreibt für EM-Vorundenspiele eine Stadionkapazität von 30.000 Sitzplätzen vor. Das erreichten in Ostdeutschland aber nur Leipzig und Berlin. 

Der DFB hat die Auswahl der Stadien eigentlich schon verbindlich getroffen. Die Entscheidung über die zehn deutschen Städte für die EM 2024 fiel bereits vor einem Jahr. Aus Sachsen hatte sich auch die Landeshauptstadt Dresden beworben. Wegen der zu geringen Kapazität des Stadions, in dem Zweitligist SG Dynamo spielt, wurde Dresden aber nicht berücksichtigt. Dennoch sollen auch andere Bundesländer von der EM profitieren. Im mecklenburgischen Malchow soll beispielsweise eine EM-Trainingsstätte entstehen.

Kommentare (1)

sollte sich lieber um Dinge kümmern, die wirklich wichtig für die Bevölkerung in seinem Bundesland sind.