BUNDESTAGSWAHL

▶ CDU schickt Amthor ohne Gegenstimme ins Rennen

Philipp Amthor ist in Torgelow zum Bundestags-Kandidaten gewählt worden. Fast alle CDU-Mitglieder haben ihm ihre Stimme gegeben.
Philipp Amthor bei der Wahl zum Bundestags-Kandidaten in Torgelow.
Philipp Amthor bei der Wahl zum Bundestags-Kandidaten in Torgelow. Christian Johner
Torgelow.

In einer Tennishalle in Torgelow (Vorpommern-Greifswald) haben CDU-Mitglieder am Samstag über die Kandidatur des Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor entschieden. Amthor konnte 43 der 44 abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Außerdem gab es eine Enthaltung.

Der 27-Jährige aus Ueckermünde kann nun im Herbst 2021 wieder im Wahlkreis 16 (Mecklenburgische Seenplatte I – Vorpommern-Greifswald II) antreten, den er vor drei Jahren direkt gewonnen hatte. Philipp Amthor war der einzige Bewerber.

Anwesend waren einem Sprecher zufolge 45 CDU-Mitglieder aus der Region. Aufgrund der Corona-Pandemie hätten viele - auch gerade Ältere - auf die Fahrt nach Torgelow verzichtet. In die Halle hätten laut Hygienekonzept bis zu 140 Menschen gepasst, gerechnet habe man mit etwa 70, sagte er. In der Region gibt es rund 1000 CDU-Mitglieder.

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Amthor freut sich über "große Rückendeckung"

Amthor sagte, er freue sich über die "große Rückendeckung" aus seinem Wahlkreis für die Bundestagswahl 2021 und versprach "gewohnt leidenschaftlichen Einsatz". Der politische Hauptgegner im Wahlkreis bleibe die AfD, die mit klarem und unterscheidbarem Kurs zurückgedrängt werden solle.

Kritik wegen Lobbyarbeit

Amthor war zuletzt wegen Lobbyarbeit für ein New Yorker Start-up-Unternehmen derart in die Kritik geraten, dass er seine Kandidatur für den Landesvorsitz der CDU wieder zurückzog. Er hat diese Tätigkeit nach eigenen Angaben eingestellt. Der Bundestag sah in diesem Fall keine Rechtsverstöße.

Mehr lesen: Er ist wieder da – Philipp Amthor setzt auf Attacke

Inzwischen ist der Landrat von Vorpommern-Greifswald, Michael Sack, zum Landesvorsitzenden der CDU gewählt worden. Sack wollte auch in Torgelow sprechen.

Enrico Komning und Erik von Malottki

2017 hatte Amthor mit 31,2 Prozent der Erststimmen den Wahlkreis vor Enrico Komning (AfD, 23,5 Prozent) und Toni Jaschinski (Linke, 19,1 Prozent) gewonnen. Die SPD landete nur auf Platz vier. Die anderen Parteien wollen ihre Kandidaten in Kürze ebenfalls festlegen.

Für die SPD soll erstmals der 34-jährige Greifswalder Erik von Malottki antreten. Dieser arbeitet als Jugendhilfe- und Sozialarbeitsreferent bei der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft.

Mehr lesen: Erik von Malottki fordert in MV Philipp Amthor heraus

Dieser Artikel wurde am Samstag, 24. Oktober, mehrfach aktualisiert - zuletzt um 17.52 Uhr

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Kommentare (7)

greift immer mehr um sich! Die Quittung kommt hoffentlich vom Wähler.

Das hoffe ich auch. Für mich unsympatisch.und etwas politisch verrucht. Wurde er nicht mal der jüngster Greis im Geiste oder so ähnlich bezeichnet? Passt eher in die "Ich-gebe ihnen-mein-Ehrenwort" CDU.

der schwarzen Kassen. Leisler-Kiep lässt grüßen.

unter Kanzler Merz wird alle Unkenrufe zum Schweigen bringen!

Merz hat kein Standing in der linksgespülten CDU. Das wird schon an der Kandidatur scheitern. Es wird uns Laschert präsentiert werden. Ist letzlich aber auch egal, wenn man sieht, wie die CDU ihren Vorsitzenden wählen will. Delegiertenversammlung mit genehmen Stimmen. Die CDU ist nach Merkel jahrzehntelang unwählbar, unabhängig wer da den Vorturner macht.

liegt Merz weit vorne. Das ist eine unbestreitbare Tatsache.

uns vor diesen homophoben, industriefreundlichen Gestalten!