COVID-19

Corona-Ausbruch an Unimedizin Rostock

Mehrere Stationen der Universitätsmedizin Rostock meldeten Covid-19-Ausbrüche. Das hat auch Einfluss auf geplante Eingriffe bei Patienten.
dpa
25 Patienten und 14 Mitarbeiter wurden in der Universitätsmedizin Rostock positiv auf das Coronavirus getestet.
25 Patienten und 14 Mitarbeiter wurden in der Universitätsmedizin Rostock positiv auf das Coronavirus getestet. Bernd Wüstneck
Rostock ·

An der Universitätsmedizin Rostock sind auf mehreren Stationen Covid-19-Ausbrüche gemeldet worden. Wie der Ärztliche Vorstand der Unimedizin, Christian Schmidt, am Mittwoch berichtete, sind insgesamt 25 Patienten und 14 Mitarbeiter betroffen. Alle Patienten seien auf zwei auf Infektionskrankheiten spezialisierte Stationen verlegt und die Mitarbeiter in häusliche Quarantäne geschickt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen seien keine Fälle mit den hochansteckenden mutierten Varianten des Coronavirus dabei.

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Der Ärztliche Vorstand Christian Schmidtt bezeichnete das Geschehen als "Mini-Ausbrüche im überschaubaren Umfang". "Uns erwischt jetzt das, was viele Krankenhäuser in Deutschland schon in den letzten Wochen auch erlebt haben. Das kommt jetzt auch in Rostock verzögert an." In der Hansestadt bewegte sich das Infektionsgeschehen von Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 an auf vergleichbar niedrigem Niveau.

Infektionswegen nicht nachvollziehbar

Laut Schmidt sind die aktuellen Infektionswege in den meisten Fällen nicht klar nachzuverfolgen: "Ob Patienten das Virus schon bei der Aufnahme hatten und es noch nicht nachweisbar war oder ob sie sich an Mitarbeitern oder beim Nachbarpatienten infiziert haben, wissen wir nicht." Allerdings habe es einen sogenannten Index-Patienten gegeben, der bei der Aufnahme einen negativen Abstrichtest hatte. Als er nach fünf Tagen Fieber bekommen habe, sei er erneut abgestrichen worden - mit einem positiven Ergebnis. Dann habe er aber schon die drei Mitpatienten und auch die Krankenschwestern angesteckt.

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Als Konsequenz würden alle Eingriffe bei Patienten, bei denen das medizinisch vertretbar sei, verschoben, sagte Schmidt. In Ambulanzen und Tageskliniken werde die Patientenzahl auf ein vertretbares Minimum reduziert. So sollen die Versorgung von Notfallpatienten und unaufschiebbare Behandlungen gesichert werden. Mitarbeiter auf den aktuell betroffenen Stationen würden vor jeder Schicht einem Schnelltest unterzogen. "Erst wenn der negativ ausgefallen ist, dürfen sie mit der Arbeit beginnen."

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