GÜTER-FRACHTLINIE

„Corona-Bypass” zwischen Rügen und Baltikum startet

Die Grenzkontrollen wegen des Coronavirus machen den Landweg für Lkw zusehends schwerer. Daher hat eine estnische Reederei eine neue Güter-Frachtlinie nach Deutschland und Westeuropa gestartet.
dpa
Die Fähre wird einmal täglich im Wechsel Lastwagen zwischen Mukran auf der Insel Rügen und dem Hafen Paldiski b
Die Fähre wird einmal täglich im Wechsel Lastwagen zwischen Mukran auf der Insel Rügen und dem Hafen Paldiski bei Tallinn transportieren (Symbolbild). ZB
Lkw stauten sich auf der Autobahn 11 Berlin-Stettin (Szczecin) vor dem deutsch-polnischen Grenzübergang Pomellen.
Lkw stauten sich auf der Autobahn 11 Berlin-Stettin (Szczecin) vor dem deutsch-polnischen Grenzübergang Pomellen. Stefan Sauer
Sassnitz.

Die estnische Fährreederei Tallink hat eine neue Güterfrachtlinie nach Deutschland und Westeuropa gestartet. Ein Sprecher des Fährhafens in Sassnitz/Mukran sagte am Freitag, das Tallink-Schiff „Star” werde einmal täglich im Wechsel Lastwagen zwischen Mukran auf der Insel Rügen und dem Hafen Paldiski bei Tallinn transportieren. Eine Fahrt dauert rund 20 Stunden. Die Route sei als „Bypass” für die schwierige Landverbindung von Westeuropa über Polen und Litauen in die anderen baltischen Staaten geplant, um den Warenaustausch zu befördern. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wurden in vielen Ländern Grenzkontrollen eingeführt.

Probleme durch Staus

Wenn Lastwagen die Fähren nutzen, kommen sie den Angaben zufolge deutlich schneller vorwärts. Die Fahrer könnten auch ihre Lenk- und Ruhezeiten besser einhalten. Über Land gebe es durch Staus große Probleme. Auf der Fracht-Fähre haben rund 100 Lastwagen Platz. Die erste Abfahrt aus Estland war am Donnerstag, die erste Abfahrt aus Deutschland war für Freitagabend geplant. Der Fährhafen Sassnitz/Mukran auf der Insel Rügen war in den 1980er Jahren gebaut worden und gilt als größter deutscher Eisenbahnfährhafen an der Ostsee.

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