Corona-Protest

Corona-Demonstranten lassen sich laut Linke von Neonazis „den Weg freiprügeln“

Die Corona-Demos in Rostock erinnern einen Linke-Abgeordneten an die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992.
dpa
Auch am Montag hatten sich wieder mehrere tausend Menschen bei der Demo in Rostock eingefunden.
Auch am Montag hatten sich wieder mehrere tausend Menschen bei der Demo in Rostock eingefunden. Bernd Wüstneck
Rostock

Aus Sicht der Linkspartei im Schweriner Landtag bieten die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Rostock Neonazis einen bürgerlichen Schutzschirm. „Die vermeintlich bürgerliche Mitte lässt sich von rassistischen Identitären und militanten Kameradschaftsanhängern anführen und zu ihrem Wohlgefallen den Weg freiprügeln”, sagte der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Michael Noetzel, am Dienstag in Schwerin.

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Die Situation erinnere ihn immer mehr an die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992. „Offenbar gehen die Demonstrierenden arbeitsteilig vor. Extrem rechte Aggressoren suchen die Auseinandersetzung mit der Polizei und Pressevertretern und der Rest bietet die dafür notwendige Schutzmasse”, so der Linken-Politiker. Da sich die Organisatoren und die Teilnehmer sich nicht davon distanzieren, erwarte er von Polizei und Versammlungsbehörde Konsequenzen.

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