Mahnende Worten – aber auch Optimismus: Professor Lars Kaderali äußerte sich zur Corona-Pandemie.
Mahnende Worten – aber auch Optimismus: Professor Lars Kaderali äußerte sich zur Corona-Pandemie. Stefan Sauer
MV-Landesregierung

Corona-Experte aus MV macht Hoffnung auf Ende der Pandemie

Es waren warnende Worte, die Professor Lars Kaderali am Dienstag zur aktuellen Corona-Lage in MV sagte. Von „schweren Wochen” war die Rede – aber auch von einem Ende der Pandemie.
Schwerin

Er ist seit Beginn der Corona-Pandemie Berater der MV-Landesregierung und seit Dezember auch Mitglied des Expertenrates, der die Bundesregierung mit wissenschaftlicher Expertise begleitet. Am Dienstagmittag stellte Professor Lars Kaderali von der Uni Greifswald aber nicht nur die aktuelle Corona-Situation im Nordosten Deutschlands dar, der Bioinformatiker schaute in diesen eher eisigen Januartagen auch ein wenig weiter voraus – in Richtung Frühling und Sommer.

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Und dort am Horizont könnte sich nach Worten von Kaderali durchaus eine endemische Situation entwickeln. Mit dem weiteren Impfen und Boostern und einem entsprechenden Anteil an Genesenen könnte es geschafft werden, die Corona-Pandemie hinter sich zu lassen, versuchte Kaderali, allen Menschen nach zwei Jahren Corona-Krise ein wenig Hoffnung zu vermitteln. „Ich schaue durchaus optimistisch in die nächsten Monate”, betonte der Professor.

Vorher aber, so machte Kaderali unmissverständlich deutlich, stünden noch „schwere Wochen” bevor. Alle vier Tage würden sich die durch das Omikronvirus verursachten Infektionsfälle verdoppeln – „diese Woche ist wohl noch die ruhigste, anschließend dürften die Zahlen enorm ansteigen”, prophezeite Kaderali.

Kadrali: Auch Geimpfte sollten Kontakte reduzieren

Die Impfungen – gerade das Boostern – würden zwar schwere Verläufe mit dem Ende auf der Intensivstation verhindern, doch würden auch Geimpfte vor Impfdurchbrüchen nicht geschützt sein. Deshalb müssten auch Geimpfte die Kontakte reduzieren und sich an die Corona-Regeln halten.

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Praktischer Tipp von Kaderali: Es habe sich aktuell gezeigt, dass Verläufe mit einer Omikron-Infektion mit starken Kopfschmerzen und Durchfällen einhergingen. Wer solche Symptome habe, sollte sich umgehend testen lassen, riet der Professor aus Greifswald.

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