TOURISMUS-ZAHLEN

Corona-Krise begann im MV-Tourismus schon sehr früh

Bereits im ersten Quartal diesen Jahres machte sich die Corona-Krise im Tourismus bemerkbar. Doch noch will die Branche die Saison nicht abschreiben.
Urlaub in Corona-Zeiten: Touristen spazieren über die Seebrücke am Ostseestrand auf der Insel Usedom.
Urlaub in Corona-Zeiten: Touristen spazieren über die Seebrücke am Ostseestrand auf der Insel Usedom. (Symbolbild) Stefan Sauer
Schwerin.

Was waren das für Zeiten, wird so mancher Hotelier und Gastronom voller Wehmut auf das vergangene Jahr zurück blicken. Seinerzeit gab es im Corona freien 2019 in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Amtes knapp 8,4 Millionen Ankünfte (+6,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2018) und 34,1 Millionen Übernachtungen (+10,5 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 4,1 Tagen.

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Zur besseren Einordnung: Von Januar bis März 2020 wurden aufgrund der Corona bedingten Reisebeschränkungen Rückgänge der Tourismuszahlen registriert – in Mecklenburg-Vorpommern wurden in diesem Zeitraum rund 901 200 Ankünfte (-18,8 Prozent) und rund 3,3 Millionen Übernachtungen (-14,3 Prozent) gezählt. Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens zehn Stellplätzen.

In ersten beiden Monaten von 2020 schon Zurückhaltung bei potentiellen Touristen

Zugegeben, die Corona-Krise griff in MV konkret erst Mitte März, als Touristen sogar nach Hause geschickt worden waren. Doch zeigen die Zahlen auch, dass sich offenbar bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres eine leichte Zurückhaltung bei den potenziellen Touristen bemerkbar gemacht hatte.

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Um den Rückstand gegenüber dem Vorjahr aufzuholen beziehungsweise mindestens zu minimieren, will die Tourismusbranche die eigentliche Sommersaison verlängern. „Mitentscheidend wird in dem Zusammenhang sein, ob die Nachfrage nach den großen Ferien auf einem noch höheren Niveau als in den Vorjahren weiter läuft. Deshalb sind entsprechende Werbemaßnahmen nochmals verstärkt worden“, sagt Bert Balke, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte.

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