Demonstrativ nahm Bildungsministerin Simone Oldenburg an einer Einschulung in Grevesmühlen teil.
Demonstrativ nahm Bildungsministerin Simone Oldenburg an einer Einschulung in Grevesmühlen teil. Markus Scholz
Ferienende in MV

Corona-Maßnahmen – Schulleitung entscheidet über Präsenzunterricht

Die Schule beginnt erstmals wieder ohne zusätzliche Einschränkungen. Ein Modell aus der Corona-Zeit gilt jedoch weiter.
dpa
Schwerin

Nach sechs meist sonnenreichen Ferienwochen beginnt heute für fast 200 000 Schüler in Mecklenburg-Vorpommern wieder der Unterricht. Ungeachtet der fortwährenden Corona-Pandemie soll es zum Schulstart keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen wie Masken- oder Testpflicht geben. Das Schuljahr fange – wie vor Beginn der Pandemie – ganz normal an, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke).

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Corona-Selbsttests für die ersten Wochen

Doch bleibe das Anfang 2022 für die Schulen im Land entwickelte Drei-Phasen-Modell weiterhin wirksam. Dieses ermögliche auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie einen durchgehenden Schulbetrieb. Je nach Infektionslage und Verfügbarkeit des Lehrerpersonals könne jede Schulleitung entscheiden, wie sie den Schulbetrieb absichere, erklärte Oldenburg.

Für Schüler bis Klasse sechs und Abschlussklassen soll es durchgehend Präsenzunterricht geben. Erklärtes Ziel der Politik ist es, Schulschließungen wie zu Beginn der Pandemie zu vermeiden. Nach Angaben Oldenburgs bekommen die Schüler in den Schulen für die ersten beiden Wochen Selbsttests mit nach Hause. Diese Tests sollen genutzt werden, wenn es Hinweise auf eine Corona-Infektion gibt. „Unser Ziel ist weiterhin, Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern“, betonte sie.

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Lüften trotz Energie-Krise?

Die FDP-Landtagsabgeordnete Sabine Enseleit forderte die Ministerin auf, alle Vorkehrungen für einen geregelten Schulablauf zu treffen. „Riesig war die Last, die unsere Kinder durch die Schulschließungen in der Pandemie tragen mussten. Deshalb muss die Botschaft klar lauten, dass Schulschließungen im Herbst um jeden Preis zu verhindern sind. Unsere Schulen dürfen nicht schon wieder im Dauerkrisenmodus agieren“, sagte sie.

Oldenburg sei bislang aber die Antwort auf die Frage schuldig geblieben, wie das mit dem Lüften bei gedrosselter Energie in den Schulen funktionieren solle. Wenn Luftfilter in Klassenräumen nicht möglich seien, müssten wenigstens CO2-Ampeln eingesetzt werden, so Enseleit.

 

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