AfD gegen Dahlemann

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Chemnitz-Krawalle führen zu Zoff in MV

Patrick Dahlemann (SPD) widern die Bilder und Videos aus Chemnitz an (Archivbild).
Patrick Dahlemann (SPD) widern die Bilder und Videos aus Chemnitz an (Archivbild).
Jens Büttner

Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann hat sich zu den Vorfällen in Chemnitz geäußert. Die AfD greift den SPD-Politiker scharf an und bringt seinen Rücktritt ins Gespräch.

Die Krawalle nach dem Tod eines 35-Jährigen auf einem Chemnitzer Stadtfest haben auch Mecklenburg-Vorpommern erreicht. So hat sich am späten Montagabend Vorpommerns Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) auf Facebook dazu geäußert. „Eingeflogene Nazis und Rassisten missbrauchen diese abscheuliche Tat auf perverse Art und greifen unsere Ordnung aufs schärfste an!”, schreibt Dahlemann.

Auf diesen Satz hat sich am Dienstag die AfD bezogen: Nikolaus Kramer, AfD-Fraktionschef in MV, erklärt in einer Pressemitteilung, dass er die „pauschale Beschimpfung Tausender Chemnitzer Bürger als 'Nazis und Rassisten' durch Patrick Dahlemann einfach unerträglich und abstoßend” findet.

Kramer: „Dahlemann soll seinen Stuhl räumen”

Der AfD-Mann meint, dass Dahlemann auch die Menschen beschimpft hat, die aus Sorge vor Gewalt und Mord friedlich demonstriert haben. Kramer erwartet nun, dass „Herr Dahlemann sich bei den Chemnitzern entschuldigt oder seinen Stuhl räumt."

Auf Nachfrage wollte sich Dahlemann auf die Kritik der AfD nicht äußern. Mit seinem Beitrag bei Facebook sei alles gesagt, teilte er dem Nordkurier mit.

Dahlemann kritisiert AfD

Er hatte auf Facebook außerdem kritisiert, dass „die sogenannte Alternative wie der 'Rechts'-Professor aus dem Landtag versuchen daraus politischen Honig zu saugen! Unmenschlich!” Der SPD-Politiker geht damit offenbar auf die Mahnwachen der AfD in Mecklenburg-Vorpommern ein.

Die Partei selbst war sich uneinig über das Abhalten von Mahnwachen nach den Demonstrationen in Chemnitz gewesen. Der Fraktionschef der AfD sieht die Gründe für die Vorfälle in Chemnitz darin, dass die Altparteien die innere Sicherheit kaputt gespart hätten.

Am Montagabend standen 6000 Demonstranten aus dem eher rechten Spektrum, darunter gewaltbereite Neonazis und Hooligans, etwa 1500 Gegendemonstranten gegenüber. Es kam zu Ausschreitungen.

Hintergrund: Was wir über die Chemnitz-Krawalle wissen – und was nicht.

Kommentare (3)

ist der Jungschnösel Dahlemann ganz gewiss nicht. Auch wenn er sich das einbilden mag. Den gut bezahlten Posten könnte er schon nach der nächsten Landtagswahl verlieren.

in Chemnitz zu Hause. Das ist ihr natürliches Habitat. Auch der NSU hatte sich dort versteckt. Wenn jemand hingebracht wurde, dann Linke. Ich finde es absolut richtig, dass Deutsche für einen von Arabern auf der Straße abgestochenen und verbluteten Landsmann Blumen niederlegen und Präsenz zeigen. Was soll daran verkehrt sein?!

ZITAT aus dem Artikel: Am Montagabend standen 6000 Demonstranten aus dem eher rechten Spektrum, darunter gewaltbereite Neonazis und Hooligans, ... 6000 Demonstranten werden summasumarum dem rechten Spektrum zugeordnet, weil sie demonstrieren gegen diejenigen, die sich eines Messers bedienen, um ihre Streitigkeiten auszutragen. Es ist vom Verfasser des Artikels, Fabian Beyer, eine Unverschämtheit ersten Ranges, diese Demonstranten als "rechts" gesinnt zu bezeichnen, nur weil sie in Ruhe und Frieden leben wollen, ohne von islamistischen Fanatikern bedroht und ermordet zu werden. Gut, sie verkörpern womöglich konservative Werte, aber was heißt "konservativ" ? Bewahrend, soweit ich weiß. Sie wollen die Lebenskultur bewahren, unter der sie bisher in Deutschland leben konnten. Was ist daran "rechts" ? Dürfen 6000 Chemnitzer jetzt Nazi genannt werden ? Mit der Verletzung des deutschen Grundgesetzes hat sich die Kanzlerin auf Ewigkeit ein verdammenswertes Denkmal gesetzt. Kohl hat die formelle deutsche Einheit bewirkt, Merkel teilt das deutsche Volk wieder in Gegner und Gefolgsleute, und die europäische Einheit ist dank Merkel in weite Ferne gerückt. Wie blöd muß man sein, um in Zeiten weltweiter Unruhen und Kriege die Grenzen zu öffnen, Menschen unkontrolliert herein zu bitten, von denen wir wissen, daß unter ihnen auch Gewalttäter sind. In der deutschen Kriminalgeschichte sind niemals zuvor so viele Morde mit Messern begangen worden wie seit 2015. Und gegen diese von kriminellen Flüchtlingen ausgehende Gefährdung des deutschen Volkes soll man nicht demonstrieren und sich wehren dürfen ? Nein, es ist nicht zu glauben. Sie kommen in U-Haft, werden von Steuergeldern ernährt und beherbergt, werden auf Staatskosten ihren Prozeß bekommen, ihre Strafe absitzen und wiederum auf Staatskosten per Charterflugzeug nach Hause geflogen. Und dort sollen sie bleiben. [Anm.d.Red.: Bitte lesen Sie sich das von Ihnen angeführte Zitat noch einmal genau durch und versuchen Sie, bei aller Aufregung, bei dem zu bleiben, was dort steht. Wenn Sie sich über die Geschehnisse in Chemnitz und an den Aufmärschen beteiligten Gruppierungen informieren möchten, empfehlen wir diesen Artikel: https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/was-wir-ueber-chemnitz-wissen-und-was-nicht-2732974908.html]