In Nordrhein-Westfalen beginnen an diesem Wochenende die Sommerferien, damit beginnt im Nordosten die umsatzstärkste Zeit
In Nordrhein-Westfalen beginnen an diesem Wochenende die Sommerferien, damit beginnt im Nordosten die umsatzstärkste Zeit für den Tourismus. Jens Büttner
Tourismus

Darauf sollten sich Urlauber in der Hauptsaison in MV einstellen

Reduzierte Menü-Karten, geringere Platz-Kapazitäten und eingeschränkte Öffnungszeiten: Die Pandemie sowie der Krieg in der Ukraine haben Auswirkungen auf die Tourismusbranche.
dpa
Schwerin

Das Gastgewerbe sieht sich vor Beginn der Hauptsaison in Mecklenburg-Vorpommern trotz guter Buchungslage weiter in einer Sondersituation. Wie Lars Schwarz, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, erläuterte, können vor allem die Beherbergungsbetriebe ihre Preise nur noch eingeschränkt an die in Folge des Kriegs in der Ukraine gestiegenen Energiekosten angleichen.

Mit Gewinnen im Sommer muss Winter überbrückt werden

Das trübt die Stimmung vor dem Beginn der Sommerferien-Saison in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen beginnen an diesem Wochenende die Sommerferien, damit beginnt im Nordosten die umsatzstärkste Zeit für den Tourismus. Mit den Gewinnen der kommenden Monate müssen dann die Wintermonate überbrückt werden. Insgesamt sehen die Buchungszahlen vor allem an der Küste und in den Tourismus-Hochburgen laut Schwarz sehr gut aus.

Mehr lesen: Personalmangel - Flugchaos statt Traumreise im Sommer?

Er gehe davon aus, dass die Zimmer in der Hauptsaison ausgebucht sein werden, sagte Schwarz. Grund für die dennoch bestehenden Sorgen im Gastgewerbe ist demnach, dass ein großer Teil der aktuellen Übernachtungsbuchungen große Veranstalter und Stammgäste betrifft, die schon weit im Voraus gebucht haben. Die Preise lagen damals jedoch deutlich niedriger als es auf Basis der aktuellen Energiepreise nötig wäre, daher leide man unter steigenden Kosten bei annähernd gleichbleibenden Einnahmen.

Im Binnenland noch weniger Touristen als vor Corona

Im Gegensatz zur Hotellerie liegen die wunden Punkte in der Gastronomie laut dem Dehoga-Präsident an anderer Stelle. Dort, wo viele Touristen zu erwarten sind, werde das Geschäft – auch aufgrund eines wegen der Pandemie ausgedünnten Angebots – wohl funktionieren. Im Binnenland seien die Gästezahlen jedoch noch weit vom Vor-Corona-Niveau entfernt.

Insgesamt sieht Schwarz seine Aussagen zu Hochzeiten der Corona-Pandemie – dass die Gastronomie sich verändern werde – als bestätigt an. Zwar hätten die Unternehmen gar nicht so viele Fachkräfte verloren, jedoch fehlten aktuell sowohl im Service als auch in den Küchen Aushilfen und Seiteneinsteiger, die sich während der langen Schließungszeiten umorientiert haben. Dies führt den Angaben zufolge zu reduzierten Menü-Karten, geringeren Platz-Kapazitäten und eingeschränkten Öffnungszeiten.

Der Usedom-Newsletter vom Nordkurier für Urlauber

Endlich wieder Usedom! Erhalten Sie Ausflugstipps, Genusstipps und Aktivitäten für Ihren Urlaub in dem kostenfreien Newsletter des Nordkurier per E-Mail. Alle ein- bis zwei Wochen schicken wir Ihnen Ihre Dosis "Usedom" ins E-Mail-Postfach. Jetzt kostenfrei anmelden.

zur Homepage