NIEDRIGE INFEKTIONSZAHLEN

Darum haben Coronaviren in MV schlechte Karten

Prof. Dr. Emil Reisinger von der Infektiologie der Uni-Medizin Rostock nennt drei Eigenheiten in Mecklenburg-Vorpommern, die für die relativ niedrige Verbreitung des Corona-Virus verantwortlich sind.
Prof. Dr. Emil Reisinger von der Uni-Medizin Rostock.
Prof. Dr. Emil Reisinger von der Uni-Medizin Rostock. Bernd Wüstneck
Rostock ·

Küsschen, Küsschen! Begrüßungsrituale aus südlichen Ländern, die in deutschen Großstädten dann gerne übernommen wurden, um eine gewisse Weltläufigkeit und Lockerheit zu demonstrieren, sind den meisten Menschen in Mecklenburg-Vorpommern immer noch eher suspekt. Man begrüßt hier Bekannte oft auch nicht mit Umarmungen, sondern gibt sich meist nordisch kühl, wahrt höfliche Distanz.

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Und genau das spielt eine ganz wesentliche Rolle dafür, dass die Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern im Bundesvergleich immer noch in der Summe und auch umgerechnet auf die Bevölkerung bemerkenswert niedrig sind. Derzeit gibt es 634 nachgewiesene Infektionen und 13 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. In Bayern zum Beispiel mit seiner zwar acht Mal höheren Einwohnerzahl gibt es schon rund 36.000 nachgewiesene Infektionen und weit über 1000 Todesopfer. Das heißt, die Infektionszahlen sind 56 Mal höher als in MV, die Todesrate 76 Mal höher.

Weniger Ski-Tourismus

Prof. Dr. Emil Reisinger, Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Uni-Medizin Rostock, erklärt auch mit sozialen Komponenten diese Differenz. „Das bezieht sich vor allem auf das Begrüßen, das Umarmen, das Busserl-Geben. Das ist im Norden nicht so ausgeprägt ist. Aber genau dadurch wird das Virus eben übertragen”, bestätigte er gegenüber dem Nordkurier entsprechende Aussagen in der Bild-Zeitung.

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Auch der Ski-Tourismus sei im Norden längst nicht so verbreitet wie in Bayern, wo viele Infizierte sich in den nahe gelegenen Risikogebieten in Österreich und Italien angesteckt hätten.

 

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Kommentare (12)

und dieser Herr ist Arzt?
Passt aber ganz gut zu den widersprüchlichen Herangehensweisen der Politik in MV.
Darf ich es vorsichtig als provinziell bezeichnen?

verstehe auch nicht, was die Meldung soll. Als nächstes stellt jemand fest, daß die MV'ler weniger Sexpartner pflegen, weil die Gelegenheit nicht so groß ist, da in der Fläche weniger Leute rumlaufen, im Gegensatz zu Süddeutschland...

mit dem MARAY_383987 sich auskennt.

Können Sie auch mal anders, als nur persönlich zu werden? Das können Sie gerne im Franzenbuch ablassen. Da finden Sie mich übrigens nicht.

die Vorlage war mehr als steil, andererseits ... eigene Nase.

... haste es gemerkt. Also schön weiter üben ...

von Ihren Kommentaren wird man blöd.

Da bin ich eher vorsichtig.

Corona-Artikel-Kommentar-Voodoo

aber ein Thema mehr, in dem sich andere scheinbar nicht auskennen :-))

...keine Atemwegserkrankungen. Wir knuddeln nicht und fahren kein Schlitten.

ist ja langweilig.

Gäähhnn

wusste ich gar nicht... Muss erst einer aus Auswärts kommen. Schickt den Schreiberling in die Sportredaktion, da kann er nicht so einen Unsinn schreiben, da gibt es nichts zu berichten. Er solltet über Kurzarbeit nachdenken. Mal recherchieren und dann tippen, lieber Nordkurier, bitte vorher lesen und dann drucken,
der Professor weiß es nicht besser, er ist nicht von hier. So wie der auch ein Großteil unserer Regierung und vielleicht die Redakteure, die solche Artikel in den Druck entlassen. Es gibt wichtigeres und mehr mit Wahrheit. Danke "Freihe Erde"!