WARNTAG

Darum hat die Warn-App Nina versagt

Mit der Warn-App Nina sollen Bürger bei Katastrophenfällen direkt über ihr Handy gewarnt werden. Genau das klappte beim bundesweiten Test am Donnerstag nicht. Die zuständige Behörde räumte inzwischen Fehler ein.
Zuviel Alarm zur gleichen Zeit: Der bundesweite Test des Warn-App offenbarte Schwächen im System.
Zuviel Alarm zur gleichen Zeit: Der bundesweite Test des Warn-App offenbarte Schwächen im System. Rolf Vennenbernd
Neubrandenburg.

Auf vielen Telefonen lief der Probe-Alarm deutlich verspätet oder gar nicht ein. Dabei hatten gerade in den letzten Tagen viele Menschen die bundesweite Warn-App Nina auf ihrem Telefon installiert. Der bundesweite Warntag sollte auch diese Technik einem intensiven Test unterziehen. Das endete in einer peinlichen Panne.

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Wer löst denn eigentlich den Alarm aus?

Schuld an dem Test-Desaster war, so heißt es von den zuständigen Behörden, dass Zuständigkeiten nicht sauber geklärt waren. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn erklärte am Mittag die Panne mit der zeitgleichen Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen. Präsident Christoph Unger sagte in Mannheim: „Erste Analysen haben ergeben, dass um 11 Uhr nicht nur zentral die Warnung ausgelöst worden ist, sondern viele andere angeschlossene Leitstellen ebenfalls eigenständig Warnungen ausgelöst haben, so dass es zu einer Überlastung des Systems gekommen ist. Dies muss für den nächsten Warntag noch viel deutlicher abgestimmt werden.“ Gegebenenfalls müssten entsprechende technische Vorkehrungen getroffen werden.

Trotzdem positives Fazit in MV

Im Innenministerium zog man trotz der Panne auf Bundesebene ein positives Fazit. Das Land habe um 11.30 Uhr eine eigene Warnmeldung verschickt. Das habe funktioniert. Die Bundesmeldung sei alleridngs deutlich verspätet eingegangen. Die Erfahrungen des heutigen Aktionstages werden auf Länder- und Bundesebene ausgewertet. „Dass die Warnung des Bundes nicht alle Gebiete erreicht hat, stimmt mich als Innenminister nachdenklich. Dies zeigt aber auch die Wichtigkeit eines Probedurchlaufs, um Schwächen aufzudecken und zu beheben“, erklärte Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

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