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Die Krankenkasse hat nach eigenen Angaben alle Krankschreibungen des ersten Halbjahrs von rund 67.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet. Jens Büttner
Gesundheit

Darum sind Krankschreibungen in MV stark gestiegen

Deutlich mehr Menschen als vor einem Jahr sind laut DAK in den ersten sechs Monaten 2022 krank gewesen. Das liegt nicht nur an dem Coronavirus.
dpa
Schwerin

Husten, Schnupfen, Omikron: Die Zahl der Krankschreibungen ist nach Angaben der Krankenkasse DAK im ersten Halbjahr 2022 in Mecklenburg-Vorpommern stark gestiegen. Der Krankenstand ihrer Versicherten habe bei 5,5 Prozent gelegen nach 4,6 Prozent im ersten Halbjahr 2021, teilte die Kasse mit. Das heißt, an jedem Tag waren von 1000 Beschäftigten 55 krankgeschrieben.

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Neben Corona-Infektionen mit der hochansteckenden Omikron-Variante hätten nach der Reduzierung der Corona-Maßnahmen im Frühjahr auch Erkältungskrankheiten stark zugenommen. Die Krankenkasse hat nach eigenen Angaben alle Krankschreibungen des ersten Halbjahrs von rund 67.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet.

Danach kamen auf 100 Beschäftigte im Nordosten 995 Fehltage und damit 159 mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Allein die Zahl der Fehltage wegen Husten und Schnupfen sei von 67 je 100 Versicherten im ersten Halbjahr 2021 auf jetzt 178 hochgeschnellt. Atemwegserkrankungen seien mit einem Anteil von 17,9 Prozent hinter Muskel-Skelett-Erkrankungen (18,4) die zweithäufigste Ursache für Fehltage von der Arbeit gewesen. Eine DAK-Sprecherin forderte, die Krankschreibung per Telefon dauerhaft zu etablieren, um die Ansteckungsgefahr in den Arztpraxen zu reduzieren. Auf Platz drei lagen Ausfälle wegen psychischer Erkrankungen.

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Ausfälle wegen Corona legten demnach von 13 auf 92 Fehltage je 100 Versicherte zu. Omikron habe so viel Arbeitsausfall bewirkt wie keine Variante zuvor, hieß es. Die Omikron-Welle habe in Mecklenburg-Vorpommern zudem für so viele Corona-Fehltage gesorgt wie in keinem anderen Bundesland. Besonders betroffen waren demnach Beschäftigte in medizinischen und erzieherischen Berufen.

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