Unsere Themenseiten

:

Das bringt der Fahrplanwechsel im Dezember

Licht und Schatten zum Fahrplanwechsel im Regionalverkehr: einige Verbindungen werden gestrichen, andere verbessert.
Licht und Schatten zum Fahrplanwechsel im Regionalverkehr: einige Verbindungen werden gestrichen, andere verbessert.
Boris Roessler

Das Verkehrsministerium in Schwerin hat jetzt die wichtigsten Änderungen präsentiert. Am 14. Dezember werden die Weichen neu gestellt.

Licht und Schatten zum Fahrplanwechsel im Regionalverkehr MV: Zusätzliche Verbindungen und mehr Komfort stehen auch Streichungen gegenüber. Das teilte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) jetzt in Schwerin mit. Zur Verfügung stehen dem Land 242 Millionen Euro, die jährlich vom Bund kommen. Das allerdings steht für die Zukunft auf der Kippe – der auf 20 Jahre befristete Vertrag läuft Ende 2014 aus. „Inzwischen ist ein offener Krieg zwischen den Bundesländern um die künftige Verteilung ausgebrochen. Es spricht alles dafür, dass die großen Länder uns Geld wegnehmen wollen“, sagte Pegel.

Die wohl wichtigste Änderung im Regionalverkehr ist, dass es künftig eine Spätverbindung  ab Stralsund über Anklam und Pasewalk nach Berlin geben soll (ab 22 Uhr). Ab Berlin fährt indes täglich (bislang nur Wochenende) ein Zug ab 22.33 Uhr. Davon profitieren auch Urlauber und Einheimische die nach Usedom wollen und in Züssow umsteigen müssen. Die Verbindung auf die Insel wird entsprechend angepasst.

Ostsee-Express wird ersatzlos gestrichen

Neu ist auch eine Nachtverbindung immer am Montag von Stettin über Pasewalk, Neubrandenburg und Güstrow nach Lübeck (ab 2.23 Uhr). Die Gesamtfahrtzeit dauert lediglich vier Stunden. Neue Spätverbindungen gibt es zwischen Neustrelitz und Rostock beziehungsweise retour. Hinzu kommt eine neue Frühverbindung zwischen Neubrandenburg und Demmin (Stralsund) ab 4.32 Uhr.

Im Laufe des Fahrplanjahres ist auf mehreren Strecken eine Modernisierung der Zugflotte geplant. Unter anderem sind Klimaanlagen, Fahrradwagen und bessere Bedingungen für Behinderte vorgesehen. Laut Ministerium gilt das für die Strecken Stralsund-Pasewalk-Berlin, Lübeck-Stettin/Ueckermünde und Rostock/Stralsund-Neustrelitz-Berlin.

Ersatzlos gestrichen wird hingegen der sogenannte Ostsee-Express, der bislang in der Saison und nur am Wochenende zwischen Berlin und Stralsund fuhr. Die Direktverbindung zwischen Ueckermünde und Neubrandenburg nach Bützow besteht nur noch montags bis freitags. Auf der Strecke Rostock/Stralsund-Neustrelitz-Berlin gibt es zudem an den Wochenenden zwischen Neubrandenburg und Altentreptow nur noch einen 2-Stunden-Takt. Und wer von Pasewalk nach Berlin oder Lübeck will, muss künftig zwei Stunden auf seinen Anschluss warten, wenn er aus Richtung Ueckermünde kommt – bislang war es nur eine.