KLIMA-PROTEST

▶ Das ist über die Kraftwerk-Blockierer aus Greifswald bekannt

In Greifswald haben sechs Aktivisten bei einer lebensgefährlichen Aktion ein Kraftwerk blockiert. Jetzt wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
dpa
Ein Plakat von Umweltaktivisten mit der Aufschrift „Gas is Over” hängt am 30 Meter hohen Kraftwerk-Schornstei
Ein Plakat von Umweltaktivisten mit der Aufschrift „Gas is Over” hängt am 30 Meter hohen Kraftwerk-Schornstein. Die Stadtwerke schalteten das Kraftwerk aus Sicherheitsgründen ab. Stefan Sauer
Auch auf den Bäumen neben dem Kraftwerk platzierten die Aktivisten Banner.
Auch auf den Bäumen neben dem Kraftwerk platzierten die Aktivisten Banner. Henning Stallmeyer
Greifswald ·

Nach der Blockade eines Blockheizkraftwerkes in Greifswald ermittelt die Polizei wegen Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gegen sechs Tatverdächtige. Die Gruppe, aus der mehrere Teilnehmer am Freitagfrüh auf einen 30 Meter hohen Kraftwerksschornstein geklettert waren, sei inzwischen aber wieder auf freiem Fuß, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte.

450 Haushalte und 25 Unternehmen ohne Heizung

Wegen der gefährlichen Situation hatten die Stadtwerke Greifswald die Anlage am Freitagvormittag abgeschaltet. 450 Haushalte und 25 Firmen im Zentrum waren über Stunden von Heizung und Warmwasserversorgung abgeschnitten.

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Die Tatverdächtigen, die sich als Umweltaktivisten bezeichneten, kommen überwiegend aus Greifswald und Umgebung, wie der Sprecher erklärte. Sie hätten angegeben, allein zu handeln und keiner bekannten Umweltschutzorganisation anzugehören. Von vier Mitgliedern, darunter zwei Frauen, seien die Identitäten komplett geklärt. Drei Mitglieder der Gruppe, die zeitweise auf dem Schornstein waren, hätten die Feststellung der Personalien bei der Polizei verweigert. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.

[Video]

Stadtwerke Greifswald kritisieren „lebensgefährlichen Akt”

Eine 25-Jährige sei aber von einer Polizistin als Greifswalderin erkannt worden. Die zwei Männer hätten sich unter anderem die Hände mit einer klebrigen Substanz eingeschmiert, damit ihnen keine Fingerabdrücke abgenommen werden können, und sie hätten ihre Gesichter verschmutzt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft seien die Gesichter gereinigt, fotografiert und andere erkennungsdienstliche Daten genommen worden.

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Die Stadtwerke Greifswald hatten die Aktion als „lebensgefährlichen Akt” kritisiert. Die letzten drei Gruppenmitglieder hatten ihre Kletteraktion erst nach mehreren Stunden und Vermittlungsgesprächen abgebrochen. Ihr Protest hatte sich gegen die Verwendung fossiler Brennstoffe gerichtet. Auf einem großen Transparent stand „Gas is over” (in etwa: Die Zeit des Gases ist vorbei).

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Kommentare (12)

müssen wir uns wohl Wortwörtlich warm anziehen, denn diese Klientel wird uns den Strom und die Heizung abstellen, aus Idiologischen Gründen, das hat sich nicht mal Honecker getraut!

Sie haben mit den Montag gerettet! :-)
Vielen Dank für diese Bemerkung!

Genau die stellen uns Strom und Wärme ab 🤣🤣🤣

Ihr Pseudologen, raucht weniger von dem Zeug was auch immer das sein mag.

Na das ist jetzt aber ungünstig.

Gerade den Anschluss legen lassen, weil die Königin neulich hoch meinte, jaja Gas ist super, Gas ist effizient.

Da hat sie wohl eher aus gewissen Memoiren zitiert, statt aus wissenschaftlichen Unterlagen, die uA schon vor radioaktiver Anreicherung in der oberen Erdkruste, also dem Grundwasser gewarnt haben als Fracking noch zu teuer war, um bei der Trockenheit horizontal zu bohren.

Wie da kommt Feuer aus dem Wasserhahn? Hat man wenigstens immer Licht. In Oblast Leningrad kippst du dir natürliches Reaktorwasser hinter, weil die Grundwassergebiete durch die Bohrungen und Gaszwischenlagerungen mit allem radioaktiven Scheißdreck aufgeschwämmt werden, der da seit Äonen vergraben liegt.

Wär doch was für MV.
Im Garten der MP*in.

Hat dein Text auch einen Inhalt?

Grundsätzlich befürworte ich den Protest.
Denn eins klar, die Menschheit muss schleunigst weg von den fossilen Energielieferanten.
Das eigentliche Problem der Klimakatastrophe und des immensen Raubbau an unserem Planeten, mit dem wir uns und die nächsten Generationen tatsächlich ausrotten können, ist nicht das reine Umstellen der Energieausbeute.
Das Tatsächliche Problem ist die Wirtschaftsform des entfesselt Razbtierkapitalismuses. Das propagieren vom ewigen Wachstum und sinnloser Konsum von Dingen die wir nicht brauchen oder die wir anschaffen, um Menschen die wir nicht mögen zu beeindrucken.
Fazit:
Wenn wir als Menschheit tatsächlich überleben wollen, dann sollten wir deutlich radikaler unsere Einstellung zu Konsum und Kapitalismus ändern, als das was die Politik diskutiert.
Auch das was die "Grünen" vorschlagen, ist letztendlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Und ganz nebenbei gesagt, es geht hier nicht um die Natur. Diese wird sich nach ein paar tausend Jahren erholen, wenn wir Menschen erstmal weg sind...

Nie und nimmer sind das Aktivisten.Das sind gewöhnliche Kriminelle,die Freude an Zerstörung und Randale haben.Friedlicher Protest sieht anders aus.

Wie sieht denn friedlicher Protest aus?

Das die Medien diese kriminellen noch Aktivisten nennen,ist für mich schon grenzwertig. Mit welcher Innergie sie zu werke gehen,sieht man schon daran,dass sie ihre Personalien nicht preisgeben wollen und Tricks anwenden um das zu erschweren.Wer kommt jetzt für den Schaden auf ? Von der Justiz ist nicht viel zu erwarten.

Mehr aber auch nicht...

Die Identitätsfeststellung (kurz IDF) bezeichnet einerseits eine Maßnahme eines befugten Amtsträgers gegenüber einer Person. Dabei gibt der Bürger seine Identität (Personalien) gegenüber der Behörde bekannt, dies kann auf freiwilliger oder unfreiwilliger Basis erfolgen.

ja aber nicht o. Es giebt Gesetze an die sich alle halten müssen. Wenn nicht sehr hart durch greifen. Was bilden sich die sogenannten Aktivisten eigentlich ein? Da hilft nur volle Strafe des Gesetzes. Aber bitte auch anwenden.