ALKOHOL AM STEUER

Das Promille-Wochenende im Nordosten

Alkohol, Drogen und maßlose Selbstüberschätzung: Am Wochenende haben mehrere Autofahrer nicht nur ihr eigenes Leben in Gefahr gebracht.
Christoph Schoenwiese Christoph Schoenwiese
Einige Autofahrer fuhren sogar mehrmals betrunken.
Einige Autofahrer fuhren sogar mehrmals betrunken. Nordkurier
Neubrandenburg.

In Klein-Toitin bei Jarmen ist ein 46-jähriger Audifahrer am Sonntag gegen zwei parkende Autos gefahren und sorgte damit bei zwei der drei Wagen für einen wirtschaftlichen Totalschaden. Er selbst wurde dabei leicht im Gesicht verletzt. Die herbeigerufenen Polizisten stellten bei ihm Alkoholgeruch fest. Ein Test ergab 1,59 Promille. Der Mann kam ins Ameos Klinikum nach Anklam, wo ihm Blut abgenommen wurde.

Der Gesamtschaden des Unfalls beträgt rund 7000 Euro. An zwei Fahrzeugen entstand zudem ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die nicht mehr fahrbereiten Autos mussten geborgen werden. Gegen den Mann wird nun aufgrund von Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt; seinen Führerschein behielten die Beamten gleich bei sich.

Zweimal betrunken am Steuer

Bereits am Sonnabend fiel ein 37-jähriger Mann auf – und das gleich zweimal. Laut Zeugen fuhr er gegen 16.20 Uhr in den Orten Wolkow und Dargun Schlangenlinien. Kurz hinter Zarnekow konnten die alarmierten Beamten den Mann kontrollieren und stellten Alkoholgeruch fest. Der Wert lag bei 1,78 Promille. Außerdem fehlte dem Mann der Führerschein. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss und ohne Fahrerlaubnis erstattet.

Die Beamten brachten den Mann ins Demminer Polizeirevier, wo ihn seine Lebensgefährtin abholte. Diese wiederum meldete sich einige Stunden später gegen 19.20 Uhr beim Polizeinotruf. Die aufgeregte Frau schilderte den Beamten, dass ihr Lebensgefährte sie genötigt habe, ihm die Autoschlüssel zu geben. Anschließend sei er in unbekannte Richtung davongefahren.

Die Polizei konnte den 37-Jährigen in diesem Fall aber nicht mehr finden. Es wurde aber erneut Anzeige gegen ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter Alkoholeinfluss erstattet.

Dreimal betrunken an vier Tagen

Ein unbelehrbarer Neubrandenburger ist innerhalb von vier Tagen dreimal betrunken hinterm Steuer erwischt worden. Bei ihm müssen nun Staatsanwaltschaft und Richter entscheiden, ob ihm sein Führerschein entzogen werden sollte.

In Malchin hingegen erwischte die Polizei am Sonnabend keine Betrunkene im Auto. Dort fischten die Beamten eine 31-Jährige unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr. Auch ihr fehlte zudem die entsprechende Fahrerlaubnis.

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Kommentare (1)

.... vier Tagen unter Alkohol erwischt. Ja was soll man dazu sagen. Leider gibt der Artikel nicht her, was mit dem Fahrzeug nach der dritten Trunkenheitsfahrt geworden ist. Ich nehme mal an, es wurde nicht beschlagnahmt. Sowas geht gar nicht.
Das Sicherheits- und Ordnungsgesetz gibt es her. Nach meiner Auffassung wäre die schon nach der zweiten Trunkenheitsfahrt erforderlich gewesen, weil der Fahrer eine Gefahr für sich und andere darstellt und er ist nicht geeignet ein Fahrzeug sicher im Strassenverkehr zu führen.
Diese Kritik müssen sich die handelnden Polizeibeamten gefallen lassen.