B96-VOLLSPERRUNG

Dauerbaustelle auf Insel Rügen verschwindet

Drei Jahre Bauzeit für nicht einmal drei Kilometer: Die Strecke auf Rügens B96 zwischen Strüßendorf und Ralswiek wird endlich wieder freigegeben. Die nächste B96-Vollsperrung droht allerdings schon.
Ralph Sommer Ralph Sommer
Drei Jahre lang ging hier nichts. Ab Samstag wird der Verkehr auf Rügens B96 zwischen Strüßendorf und Ralswiek  endlich wieder freigegeben.
Drei Jahre lang ging hier nichts. Ab Samstag wird der Verkehr auf Rügens B96 zwischen Strüßendorf und Ralswiek endlich wieder freigegeben. Sommer
Ralswiek.

Seit 2017 mussten Rüganer, Touristen und Transitreisende auf dem Weg von und nach Sassnitz kilometerlange Umwege über Karow, Prora und Mukran in Kauf nehmen. Lediglich während der Störtebeker-Festspiele von Mitte Juni bis Mitte September hatte das verantwortliche und auf Rügen viel kritisierte Straßenbauamt in Stralsund den Streckenabschnitt freigegeben.

Am Samstag wird nun endlich die wichtigste Trasse von Deutschlands größter Insel wieder für den Autoverkehr freigegeben. Befürworter des Straßenausbaus hatten die Baumaßnahme mit der zu engen Straße und angeblich hohen Unfallzahlen begründet.

Keine Allee mehr an B96 auf Rügen

Dagegen hatten vor allem Umweltschützer kritisiert, dass man sich bei den Planungen auf über zehn Jahre alte Unfallstatistiken gestützt hatte. Mit der Fertigstellung ist nunmehr die gesamt B96 auf Rügen alleefrei. Nur links der Straße bei Ralswiek blieb eine Baumreihe stehen.

Schon ab Mitte September beschert das Straßenbauamt der Insel die nächste monatelange Vollsperrung. Dann wird bis Mitte Mai 2020 zwischen Semper und Sassnitz gebaut. Und Autofahrer müssen sich erneut auf großräumige Umleitungen einstellen.

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