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15 Handlungsfelder haben die Gaststätten- und Hotelbetreiber identifiziert, in denen versucht werden soll, dringend benötigte Arbeitskräfte zu rekrutieren. Marijan Murat
Lars Schwarz ist Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Mecklenburg-Vorpommern.
Lars Schwarz ist Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Mecklenburg-Vorpommern. Eberhard Rogmann
Fachkräftemangel

Dehoga kämpft um Mitarbeiter

Altes Gewerbe – neue Wege: Die Hotels und Gaststätten in MV gehen bei der Suche nach Fachkräften in die Offensive.
Schwerin

Stolz und Kampfesmut sind Lars Schwarz anzumerken. Trotz monatelanger Zwangsschließung während der Corona-Pandemie, trotz Einbrüchen bei Gästen und Umsatz, wagt der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Mecklenburg-Vorpommern eine Premiere. Erstmals hat der Verband jetzt einen 18-seitigen Handlungsleitfaden entwickelt, mit dem der Kampf um die Arbeits- und Fachkräfte entscheidend vorangetrieben werden soll.

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Das Motto: „Potenziale finden, binden und gewinnen!“ Das Papier, das dem Nordkurier vorliegt, ist in diesen Tagen an die zuständigen Ministerien der Landesregierung verschickt worden, um als „offenes Dokument ein Angebot zu machen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit“. Schwarz weiter: „Wir laden ein zum Mitmachen.“

15 Handlungsfelder haben die Gaststätten- und Hotelbetreiber identifiziert, in denen versucht werden soll, dringend benötigte Arbeitskräfte zu rekrutieren. Unter anderem will die Dehoga einheimische Schulabgänger für eine duale Ausbildung begeistern, die Nachwuchskampagne „GastroBurner – Fang Feuer und Check ein“ stärken, junge Erwachsene aus der EU und Drittstaaten ausbilden und bei jugendlichen Erwerbslosen die Lücke zwischen Schule und Erwerbsleben schließen.

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„Wir brauchen Mitarbeiter mit einer guten und fundierten fachliche Ausbildung, um die Servicequalität im Betrieb hochzuhalten und Öffnungszeiten sicherzustellen“, betont Schwarz. Jeder Betrieb müsse dabei seinen eigenen Weg finden. So individuell wie die Branche selbst, seien auch die Ansätze zur Sicherung des Fach- und Arbeitskräftebedarfes. Der Dehoga-Chef: „Ein Patentrezept dafür gibt es nicht. Vielmehr liegt die Zukunftssicherung im Zusammenspiel von verschiedenen Maßnahmen.“

 

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