PROTESTKUNDGEBUNG

Demonstranten fordern Königsstuhl-Abstieg

Auf Rügen formiert sich der Widerstand gegen den geplanten vollständigen Abriss der hölzernen Treppe am Königsstuhl. Eine Bürgerinitiative sammelte inzwischen rund 4000 Unterschriften für den den Wiederaufbau des vor zwei Jahren gesperrten Abstiegs.
Ralph Sommer Ralph Sommer
Rund 150 Rüganer haben am Samstag im Hafen Sassnitz für den Erhalt des hölzernen Treppenabstiegs am Königsstuhl demonstriert.
Rund 150 Rüganer haben am Samstag im Hafen Sassnitz für den Erhalt des hölzernen Treppenabstiegs am Königsstuhl demonstriert. Sommer
Rund 150 Rüganer haben am Samstag im Hafen Sassnitz für den Erhalt des hölzernen Treppenabstiegs am Königsstuhl demonstriert.
Rund 150 Rüganer haben am Samstag im Hafen Sassnitz für den Erhalt des hölzernen Treppenabstiegs am Königsstuhl demonstriert. Sommer
Rund 150 Rüganer haben am Samstag im Hafen Sassnitz für den Erhalt des hölzernen Treppenabstiegs am Königsstuhl demonstriert.
Rund 150 Rüganer haben am Samstag im Hafen Sassnitz für den Erhalt des hölzernen Treppenabstiegs am Königsstuhl demonstriert. Sommer
Sassnitz.

Mit einer Protestkundgebung auf der Sassnitzer Mole haben am Samstag etwa 150 Inselbewohner den Wiederaufbau der hölzernen Treppe an Rügens Königsstuhl gefordert. Der Abstieg bestehe seit mindestens 200 Jahren und habe seinerzeit den Wandertourismus an der Kreideküste zwischen Lohme und Sassnitz erst eingeläutet, sagte Jörg Burwitz, Sprecher der „Bewahrt Lohme“.

Mit dem Wegfall der Treppe aber würde sich die Wanderstrecke auf dem Rundkurs an der Kreideküste auf 18 Kilometer verdoppeln. Viele Touristen würde das abschrecken.

Land will Abstieg aus Sicherheitsgründen nicht mehr instandsetzen

Das Umweltministerium hatte im Oktober beschlossen, den Abstieg in der Kernzone des Nationalparks Jasmund nicht wieder zu errichten und dies mit der unsicheren Hangstabilität und Haftungszwängen begründet. Kritiker sehen darin allerdings vor allem einen Versuch, die Besucherströme zu lenken.

Wenn das Land wie angekündigt sieben Millionen Euro für eine neue Aussichtsplattform über dem Königsstuhl bereitstelle, dann sollten auch Mittel für einen sicheren und kostenlos zugänglichen Abstieg verfügbar sein, sagte Burkhard Rahn aus Lohme.

Der Abstieg war vor zwei Jahren aus Sicherheitsgründen gesperrt, nachdem ein Baum auf den unteren Teil der Treppe gestürzt war und den Zugang zum Strand zerstört hatte. Wegen der seit Monaten anhaltenden Proteste hatte das Nationalparkamt den vom Umweltministerium angekündigten kompletten Rückbau der Holztreppe vorerst gestoppt.

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