CORONA-IMPFUNG

Der Impfkampagne in MV steht nichts mehr im Weg

Der Impfstoff gegen das Coronavirus ist endlich in der Europäischen Union zugelassen. Bis zum ersten Pieks in MV soll es trotzdem noch ein paar Tage dauern. Eine logistische Mammutaufgabe.
Bald wird auch in Mecklenburg-Vorpommern gegen das Coronavirus geimpft, zunächst vorrangig in Pflege- und Altenheimen.
Bald wird auch in Mecklenburg-Vorpommern gegen das Coronavirus geimpft, zunächst vorrangig in Pflege- und Altenheimen. ARIEL SCHALIT
Neubrandenburg ·

Es gibt wahrscheinlich viele Menschen in diesem Land, die diesen Tag noch sehnsüchtiger erwartet haben als Weihnachten: Am Montag hat die EU-Arzneimittelbehörde EMA eine Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer empfohlen und die EU-Kommission gab dann auch formell grünes Licht. Ab jetzt können die Bürger in der Europäischen Union gegen das Virus geimpft werden, dass ihr Leben in diesem Jahr auf den Kopf gestellt hat.

Doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nahm der Euphorie bereits vorsorglich den Wind aus den Segeln. „Es wird am Anfang ruckeln“, sagte er. Die erste Lieferung aus dem Pfizer-Werk im belgischen Puurs soll am 26. Dezember in Deutschland ankommen. Erwartet würden 151 125 Impfdosen, teilte die Berliner Gesundheitsverwaltung mit, die derzeit der Gesundheitsministerkonferenz vorsteht. Am 28. Dezember folgen demnach weitere 521 625 Impfdosen, am 30. Dezember 672 750. Das Präparat muss pro Person zweimal verabreicht werden.

Mecklenburg-Vorpommern erhält zum Start 10.000 Dosen

Von einer zentralen Anlaufstelle werden die Dosen weiter in die Verteilzentren der Bundesländer gebracht. Mecklenburg-Vorpommern soll zum Start 10 000 Dosen erhalten, wie Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU) ankündigte. Die Impfkampagne in der EU soll am 27. Dezember im Rahmen eines europaweiten Impftags beginnen.

Laut dem Bundesgesundheitsministerium ist dieser Vorlauf nötig, weil nach der erfolgreichen Zulassung der EMA noch das bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Impfchargen prüfen und freigeben muss. Erst dann werden sie in die rund 440 regionalen Impfzentren gebracht. Und das brauche seine Zeit.

Zunächst vorrangig Alten- und Pflegeheime

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwölf Impfzentren mit bis zu 40 mobilen Impfteams, die in den kommenden Tagen versorgt werden. Wie genau die Verteilung organisiert wird, ist Geheimsache, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Schwerin am Montag auf Nachfrage erklärte. „Die Impfdosen werden entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission verimpft”, so die Sprecherin. Zunächst würden also vorrangig Alten- und Pflegeheime durch die mobilen Teams aufgesucht.

Jeder Landkreis verfügt über mindestens ein Impfzentrum, in der Seenplatte und Vorpommern-Greifswald sind es zwei. In den vergangenen Tagen wurden sie eingerichtet. In vielen Landkreisen läuft noch die Suche nach Personal. Die Sprecherin betonte gestern, dass die Infrastruktur aber „grundsätzlich steht”. „In den Landkreisen stehen erste mobile Teams grundsätzlich bereit”, sagt sie. Es kann also jederzeit losgehen.

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