Aktuell werden laut MV-Innenminister Christian Pegel sehr viele Versuche wahrgenommen, bei denen mutmaßliche Hacker nach
Aktuell werden laut MV-Innenminister Christian Pegel sehr viele Versuche wahrgenommen, bei denen mutmaßliche Hacker nach Schwachstellen für mögliche Angriffe suchen. Fabian Sommer
Hackerangriffe

Deutliche Zunahme von Hacker-Aktivitäten in MV

Laut MV-Innenminister Christian Pegel scheinen sich momentan „viele vorzubereiten, die Böses wollen.” Zudem rät er davon ab, eine bestimmte russische Software zu nutzen.
Schwerin

Cyberkriminelle suchen vermehrt nach angreifbaren IT-Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Innenminister Christian Pegel am Mittwoch sagte, würden aktuell sehr viele Versuche wahrgenommen, bei denen mutmaßliche Hacker nach Schwachstellen für mögliche Angriffe suchen. „Dieses Abklappern hat massiv zugenommen”, so Pegel bei einer digitalen Pressekonferenz.

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Zudem werden den Angaben zufolge auch mehr E-Mails mit schädlichen Anhängen versandt. Dabei gehe es laut Pegel nicht immer um eine sofortige Instalierung von Schadsoftware, sondern um Vorbereitungen für mögliche spätere Angriffe. „Momentan scheinen sich viele vorzubereiten, die Böses wollen”, sagte der Minister.

Zuvor hatte das Schweriner Innenministerium bereits eine Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weiterverbreitet, in der dazu geraten wird, Antivirenprogramme des russischen Anbieters Kaspersky nicht mehr zu nutzen.

Kaspersky könnte „selbst offensive Operationen durchführen, gegen seinen Willen gezwungen werden, Zielsysteme anzugreifen, oder selbst als Opfer einer Cyber-Operation ohne seine Kenntnis ausspioniert oder als Werkzeug für Angriffe gegen seine eigenen Kunden missbraucht werden”, begründet das BSI die Warnung.

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„Der Virenschutzhersteller Kaspersky und seine Produkte genießen einen sehr guten Ruf. Dass dieser nun leidet, ist eine weitere Auswirkung des brutalen Kriegs, den Russlands Staatschef Putin gegen die Ukraine führt“, hieß es von Innenminister Pegel zu der BSI-Warnung. Ob und wie viele Rechner der Landesministerien und Behörden mit Software von Kaspersky ausgestattet sind, konnte der Minister nicht beantworten.

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