WAHL-PANNE IN MV

Deutsche Post hat 370 Wahlbriefe verbummelt

Bei der Briefwahl in Mecklenburg-Vorpommern ist es zu einer größeren Panne gekommen. Die Wahlleiterin spricht von "menschlichem Versagen".
Erst durch die Polizei waren die Wahlbriefe in der Nacht zu Montag nach MV geliefert worden.
Erst durch die Polizei waren die Wahlbriefe in der Nacht zu Montag nach MV geliefert worden. Hauke-Christian Dittrich
Schwerin ·

Durch einen „Fehler der Deutschen Post” (Landeswahlleiterin Gudrun Beneicke) sind bei der Landtags- und Bundestagswahl im Bereich des Landkreises Ludwigslust-Parchim 370 Wahlbriefe verloren gegangen. Nach Auskunft der Wahlleiterin waren die Wahlbriefe durch ein „menschliches Versehen” im Verteilzentrum Hamburg-Altona nicht rechtzeitig an das Landeswahlzentrum in MV geliefert worden, sondern in der Hansestadt liegen geblieben.

„Wir haben in den frühen Morgenstunden des Montags festgestellt, dass am Wochenende im Briefzentrum Hamburg zwei Behälter mit Wahlbriefen nach Mecklenburg-Vorpommern übersehen wurden, die eigentlich mit den vorgesehenen Sondertransporten am Sonntag den zuständigen Wahlämtern hätten zugestellt werden sollen", erläuterte ein Post-Sprecher auf Nordkurier-Nachfrage

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Da der Fehler nicht von einem Wahlorgan verursacht worden sei, dürfte eine mögliche Anfechtung der Wahl nach einer ersten Prüfung nicht erfolgreich sein. Erst durch die Polizei waren die Wahlbriefe in der Nacht zu Montag nach MV geliefert worden. Offenbar hätte die „verlorenen Stimmen” (Beneicke) allerdings keinen Einfluss auf das Ergebnis genommen.

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