HEFTIGE AUSEINANDERSETZUNG

Jugendliche prügeln sich auf Usedom

Fäuste, Stöcker, Pfefferspray, eine abgebrochene Flasche, ein Messer: Die ausländischen Jugendlichen waren bei der Wahl der Waffen nicht wählerisch, als sie in Karlshagen auf der Insel Usedom mit einer Gruppe junger Deutscher aneinander gerieten.
Carsten Schönebeck Carsten Schönebeck
Matthias Stiel Matthias Stiel
Zwischen deutschen, afghanischen, israelischen, syrischen und ägyptischen Flüchtlingen ist ein Streit an einer Bahnhaltestelle eskaliert.
Zwischen deutschen, afghanischen, israelischen, syrischen und ägyptischen Flüchtlingen ist ein Streit an einer Bahnhaltestelle eskaliert. Tilo Wallrodt
Karlshagen.

Am Mittwochabend gerieten am Haltepunkt der Bahn in Karlshagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) mehrere deutsche Jugendliche mit einer Gruppe junger afghanischer, israelischer, syrischer und ägyptischer Flüchtlinge aneinander. Etwa 20 deutsche Jugendliche hielten sich an dem Haltepunkt auf, als gegen 20 Uhr die acht jugendliche Flüchtlinge mit einem Zug ankamen.

Zwischen beiden Gruppen kam es laut Polizei bereits in der Vergangenheit zu Streitigkeiten, die bisher nicht in einer körperlichen Auseinandersetzung endeten. Als sich ein deutscher Jugendlicher zu der Gruppe der Flüchtlinge begab, habe ein syrischer Staatsangehöriger eine Flasche gegriffen, sie zerschlagen und in Richtung des Deutschen gehalten. Dieser begab sich daraufhin zurück zu seiner Gruppe. Dabei habe sich ihm einer der Flüchtlinge von hinten genähert und ihm auf den Kopf geschlagen. Da die Polizei erst im Nachgang von der Schlägerei erfuhr, ergibt sich bisher aber nur ein ungenaues Bild der Vorgänge am Bahnhof.

Pfefferspray freigesetzt

Nach den ersten Vernehmungen gehen die Ermittler aber davon aus, dass es zu einem Gerangel zwischen den beiden Parteien kam, bei dem Pfefferspray freigesetzt wurde, was zur Verletzung einiger deutscher Staatsangehöriger führte. Außerdem habe ein Beteiligter ein Messer gezogen und einen deutschen Jugendlichen damit attackiert. Dieser wich dem Angriff aus.

Die ausländischen Jugendlichen flüchteten zwischenzeitlich in den nahe gelegenen Wald. Einige fanden dort Stöcker, kamen zurück und schlugen auf die deutschen Jugendlichen ein, wodurch aber niemand verletzt wurde. Danach entfernten sich sechs der Flüchtlinge vom Tatort.

Zwei Syrer, die sich nicht an der Auseinandersetzung beteiligt hatten, blieben am Haltepunkt der Bahn und sagten zum Tathergang sowie zur Identität der beteiligten Flüchtlinge aus. Wobei es von Seiten der Polizei in einer ersten Meldung zunächst hieß, dass sich ausschließlich syrische Staatsangehörige mit den deutschen Jugendlichen prügelten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Kommentare (1)

Wenn es israelische Flüchtlinge sind, dann mit eindeutig antisemitischem Background.