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Die 25. Mela ist eröffnet

Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) ließ bei der Eröffnung der 25. Landwirtschaftsausstellung symbolisch eine weiße Taube fliegen und appellierte, den Flüchtlingen zu helfen.
Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) ließ bei der Eröffnung der 25. Landwirtschaftsausstellung symbolisch eine weiße Taube fliegen und appellierte, den Flüchtlingen zu helfen.
Jens Büttner

Die größte norddeutsche Agrarmesse hat mit einem Besucheransturm begonnen. Schon zum Auftakt der 25. Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung kamen Tausende.

Mit einem Besucheransturm hat am Donnerstag die 25. Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung (Mela) in Mühlengeez begonnen. Mehrere Tausend Schaulustige strömten bis zum Nachmittag auf das Gelände. An vier Tagen können Gäste der „Grünen Woche von Norddeutschland“ modernste Technik bestaunen, Kälber, Ferkel und Schafe streicheln und sich über Heizungen, Dampfsauger, Gartenideen sowie die Agrarpolitik und ihre Probleme austauschen. „Wir sind mit dem Auftakt der Jubiläumsschau sehr zufrieden“, erklärte der Präsident des Landesbauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern Rainer Tietböhl.

Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) hatte die Jubiläumsschau mit einem Appell zur Flüchtlingshilfe eröffnet. „Wir leben in einer Überflussgesellschaft und haben verdammt nochmal die Pflicht, denen zu helfen, denen es nicht so gut geht“, sagte Backhaus. Dazu brauche es auch eine leistungsstarke Landwirtschaft und die habe der Nordosten. In den rund 4700 Agrarbetrieben arbeiten saisonal bis zu 25 000 Menschen, zusammen mit dem verarbeitende Gewerbe sind es rund 65 000 Beschäftigte.

Mehr als 1000 Aussteller aus zwölf Ländern haben sich in Mühlengeez versammelt. Bis Sonntag hoffen die Veranstalter auf mehr als 70 000 Gäste. Erstmals gibt es eine Jobbörse mit Ausbildungs- und Fachstellen. „Ausbildung ist in der Landwirtschaft so wichtig, wie pflügen, säen und ernten“, erklärte Detlef Kurreck vom Bauernverband.