Corona-Alarm in Staatskanzlei

Die Chefin bleibt erst einmal zu Hause

Am Dienstag wurde erstmals ein Corona-Fall in der Staatskanzlei gemeldet. Mitarbeiter von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wurden in Quarantäne geschickt.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) unterbrach das Gipfeltreffen in Schwerin, nachdem ein Corona-Fall in der Staat
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) unterbrach das Gipfeltreffen in Schwerin, nachdem ein Corona-Fall in der Staatskanzlei gemeldet worden war. Jens Büttner
Berlin

Am Dienstag sollten die Weichen für neue Corona-Maßnahmen des Landes Mecklenburg-Vorpommern gestellt werden. Dann hagelte eine Hiobsbotschaft dazwischen: In der Staatskanzlei wurde erstmals ein Corona-Fall bei einer Beamtin gemeldet. Mehrere Mitarbeiter seien in Quarantäne geschickt worden. "Die Infektion trat nach bisherigen Erkenntnissen nach Rückkehr von einer Reise aus dem Berchtesgadener Land auf", hieß es aus der Staatskanzlei. Zum Zeitpunkt der Reise sei der Kreis noch kein Risikogebiet gewesen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) unterbrach sofort das Gipfeltreffen, das nun per Telefonkonferenz weitergeführt werden soll. Schwesig habe seit der Rückkehr keinen Kontakt zu der Beamtin gehabt, teilte die Staatskanzlei mit. Sie hatte hingegen gestern Kontakt  zu drei der Personen, die nun getestet werden. Eine davon sei auch kurz beim Gipfeltreffen zugegen gewesen, bevor der Corona-Fall bekannt wurde.

Schwesig ist jetzt im Homeoffice

Sechs Mitarbeiter der Staatskanzlei müssen sich heute kurzfristig einem Corona-Test unterziehen. Die Ministerpräsidentin werde ihre Arbeit freiwillig weiter von zu Hause weiterführen, bis die Ergebnisse der Tests vorliegen, hieß es.

Schwesig berät seit dem Vormittag mit Vertretern von Kommunen, Wirtschaft und Gewerkschaften über neue Regeln für die Handhabung der Corona-Pandemie. Eines der Themen: In MV sollen bei regional mehr als 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen verschärfte Schutzvorkehrungen gelten. Ab diesem Wert gelten Regionen als Risikogebiete.

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Eine mögliche Maskenpflicht auch im öffentlichen Raum und an weiterführenden Schulen auch im Unterricht wird ebenfalls diskutiert. Zudem geht es um eine mögliche Sperrstunde für die Gastronomie.

 

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