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Die D-Mark ist noch da

Bundesweit werden jährlich D-Mark-Bestände in Millionenhöhe in Euro umgetauscht. Auch im Nordosten wird Einiges gefunden.
Bundesweit werden jährlich D-Mark-Bestände in Millionenhöhe in Euro umgetauscht. Auch im Nordosten wird Einiges gefunden.
Bernd Wüstneck

In Omas Geranientöpfen, auf dem Dachboden, im Wohnanhänger: Zwölf Jahre nach der Einführung des Euro finden die Deutschen immer noch D-Mark und tauschen sie in Euro um. Mehr als 400 000 Mark waren es dieses Jahr allein im Nordosten.

In Mecklenburg-Vorpommern werden immer noch jährlich Hunderttausende D-Mark in Euro getauscht. In diesem Jahr waren es rund 440 000 Mark, die in die beiden Bundesbank-Filialen im Land in Rostock und Neubrandenburg gebracht wurden, wie ein Bundesbanksprecher in Hamburg der Nachrichtenagentur dpa sagte (Stand 10. Dezember). Das entspricht etwa 225 000 Euro.

Die Bundesbanker zählten mehr als 2800 Tauschaktionen - das entspricht im Durchschnitt knapp 160 D-Mark pro Fall. Im vorigen Jahr waren es rund 809 000 D-Mark, die in Mecklenburg-Vorpommern in knapp 414 000 Euro getauscht wurden. Im Jahr davor wurden 640 000 D-Mark in Euro getauscht.

D-Mark-Scheine oder Geldstücke können in allen Filialen der Bundesbank kostenlos umgetauscht werden. In Ausnahmefällen kann das Geld auch per Brief geschickt werden. Das ist aber nicht ohne Risiko, wie die Bundesbank betont. Der Euro war 2002 als Zahlungsmittel eingeführt worden.

Bundesweit werden jährlich D-Mark-Bestände in Millionenhöhe in Euro umgetauscht. Es wird aber weniger. Wurden im Jahr 2011 noch 109 Millionen D-Mark gebracht, so waren es im Jahr darauf 97 Millionen. In diesem Jahr (bis 10. Dezember) seien es rund 81 Millionen D-Mark gewesen.